BDL in Bundestags-Anhörung zum Infektionsschutz: Das Geld muss den Leistungen folgen!

Die Absicht der Bundesregierung, die epidemiologische Überwachung übertragbarer Krankheiten und damit den Infektionsschutz der Bevölkerung zu verbessern, findet beim Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) volle Zustimmung.

Dies betonte BDL-Vorstandsmitglied PD Dr. Matthias Orth bei der Anhörung des entsprechenden Gesetzentwurfs im Deutschen Bundestag.

Deutlichen Nachbesserungsbedarf sieht Orth jedoch bei den Kosten für die Umsetzung: „Zusätzliche Datenlieferungen der medizinischen Laboratorien an die Gesundheitsbehörden gibt es nicht auf Knopfdruck. Die notwendigen Anpassungen unserer Labor-Software verschlingen schnell fünfstellige Beträge für einen einzelnen Standort. Hier gilt wie in allen anderen Bereichen auch: Das Geld muss den Leistungen folgen!“

Auch die einzelne Meldung von Infektionen wie z. B. nunmehr auch der Legionellose müsse angemessen vergütet werden. Für die Datenübertragung solle mit Blick auf die Kosten das sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen KV-SafeNet gewählt werden.

Der BDL hält an seiner Stellungnahme fest, die er bereits im Oktober 2016 zu dem ursprünglichen Referentenentwurf aus dem Bundesgesund-heitsministerium abgegeben hatte.

 

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