Freiburger Infektiologie- und Hygienekongress mit neuem Konzept

  • Zum 23. Mal lädt das Deutsche Beratungszentrum für Hygiene (BZH) vom 16. bis 18. Oktober 2013 zum Infektiologie- und Hygienekongress ein.Zum 23. Mal lädt das Deutsche Beratungszentrum für Hygiene (BZH) vom 16. bis 18. Oktober 2013 zum Infektiologie- und Hygienekongress ein.

Die Stadt Freiburg im Breisgau wird im Oktober drei Tage lang ganz im Zeichen der Infektionsprävention stehen. Bereits zum 23. Mal lädt das Deutsche Beratungszentrum für Hygiene (BZH) vom 16. bis 18. Oktober 2013 zum Infektiologie- und Hygienekongress ein. Rund 600 Ärzte, Hygienefachkräfte, Krankenhausmanager, Pflegedienstleister und Fachjournalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden sich im Freiburger Konzerthaus über neueste Entwicklungen des Fachgebiets informieren und austauschen.

Der Kongress dauert erstmals drei Tage, während es in den vergangenen Jahren jeweils zwei zweitägige Veranstaltungen in Freiburg und Würzburg gab. Auf dem Programm stehen rund 20 Vorträge zu Fragen der Krankenhaushygiene, Infektiologie und Bauhygiene.

„Wir bieten den Teilnehmern neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und stellen immer den Bezug zur medizinischen Praxis und zum öffentlichen Gesundheitsdienst her", erläutert der Ärztliche Leiter der BZH-Akademie, Dipl. Volkswirt Dr. med. Wolfgang Gärtner, das Tagungskonzept. Eine zentrale Fragestellung des diesjährigen Treffens sei, wie sich Deutschlands Hygienelandschaft ein Jahr nach Inkrafttreten der Hygieneverordnungen in den verschiedenen Bundesländern verändert hat, ergänzt der Ärztliche Direktor des BZH, Dr. med. Ernst Tabori: „Sind die notwendigen Schritte eingeleitet worden, um das gesetzte Ziel, innerhalb von vier Jahren genügend Hygienefachpersonal auszubilden, erreichen zu können?" Schätzungen zufolge werden dazu allein 200 zusätzliche Fachärzte für Hygiene benötigt.

Ein weiteres wichtiges Kongressthema wird die Eindämmung von Antibiotika-Resistenzen sein. So gehen Experten der Frage nach, inwieweit die neu ins Leben gerufene ART-Kommission („Antibiotika, Resistenz und Therapie") beim Robert Koch-Institut dazu beigetragen hat, den Umgang mit Antibiotika zu verbessern.

200.000 Infektionen könnten vermieden werden

In deutschen Kliniken treten pro Jahr 500.000 bis 600.000 nosokomiale Infektionen auf, das sind Erkrankungen, die im Zusammenhang mit medizinischen Maßnahmen stehen.

„Bis zu einem Drittel davon kann durch konsequente Anwendung effizienter Hygieneregeln vermieden werden", sagt der Gründer des BZH, Prof. Dr. med. Franz Daschner. Die Zunahme an multiresistenten Keimen macht ein professionell implementiertes und überwachtes Hygienemanagement immer dringender.

Neu im Kongressprogramm ist ein Informationsabend für die Freiburger Bevölkerung rund um die Themen Hygiene, Infektionen und deren Vermeidung.

 

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