08.02.2018
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Klinikum Kassel: Prof. Dr. Walter Hundt ist neuer Chefarzt der Radiologie

Radiologe und Nuklearmediziner wechselt von Uniklinik Marburg ans Klinikum

Das Institut für Allgemeine und Interventionelle Radiologie im Klinikum Kassel hat einen neuen Chefarzt. Prof. Dr. Walter Hundt war zuletzt Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Marburg, bevor er im Januar nach Kassel wechselte. Der 53-Jährige ist sowohl Facharzt für Diagnostische Radiologie als auch Facharzt für Nuklearmedizin.

Der medizinische Fokus von Prof. Hundt liegt in der interventionellen Radiologie, bei der unter bildgebenden Verfahren diagnostische oder therapeutische Eingriffe vorgenommen werden. Die interventionelle Radiologie kommt in vielen medizinischen Bereichen zum Einsatz, mit Schwerpunkten in der Gefäßmedizin und in der Tumortherapie. In der Gefäßmedizin, etwa bei der „Schaufenster-Krankheit“, können durch eine Ballonerweiterung bzw. Stentimplantation die Beschwerden sehr gut behandelt und die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessert werden. In der Tumortherapie können gezielt bestimmte Medikamente in tumorversorgende Gefäße appliziert (Chemoperfusion) und anschließend mit speziellen Partikeln (Embolisation) verschlossen werden. Die Tumore können zusätzlich oder nur von außen „verkocht“ (Ablation) werden, sodass vitales Tumorgewebe vollständig zerstört werden kann.

Die interventionelle Radiologie findet darüber hinaus Anwendung bei vielfältigen Erkrankungen. Dazu gehören die Behandlung von akuten Blutungen, Eingriffe an den Gallenwegen, aber auch Verschlüsse der Tränenwege, die zu häufigen Bindehautentzündungen führen.

Als Nuklearmediziner verfügt Prof. Hundt auch über die Kenntnisse der Anwendung des hochmodernen PET/CT, das im Klinikum Kassel zur Verfügung steht. Es ermöglicht über die Kombination von Positronen Emissions Tomographie (PET) und Computertomographie die genaue Lokalisierung eines Tumors oder von Metastasen im Körper. Prof. Hundt wird dieses Verfahren zukünftig nicht nur den stationären Patienten des Klinikums, sondern auch ambulanten Kassen- und Privatpatienten anbieten können und plant zugleich eine Spezialisierung auf diesem Gebiet zum Beispiel bei Prostatakrebs.

Der erfahrene Radiologe schätzt am Klinikum Kassel die moderne Geräteausstattung und die enge Zusammenarbeit seiner Fachdisziplin mit der Neuroradiologie (Chefarzt Dr.

Ralf Siekmann) und der Kinderradiologie (Chefarzt Dr. Carl-Martin Junge). „Die Entscheidung am Klinikum Kassel tätig zu werden, ist mir nicht schwer gefallen, denn als Klinikum der Maximalversorgung bietet es medizinische Leistungen auf höchstem Niveau. Die breite und zugleich spezialisierte medizinische Versorgung bietet Tätigkeitsfelder für die Radiologie, die fachlich reizvoll sind und von denen die Patienten enorm profitieren können“, so Prof. Hundt.

Prof. Dr. Walter Hundt stammt aus Baden-Württemberg. Er studierte Medizin an der Universität des Saarlandes sowie in England und in Chicago/USA. Seine beruflichen Stationen waren an den Universitätskliniken Heidelberg und München (LMU) sowie zuletzt an der Philipps Universität Marburg. Von 2001 bis 2003 hatte er ein Forschungsfellowship der Universität Stanford/USA, aus dem seine Habilitationsarbeit hervorging.

Prof. Hundt ist verheiratet und hat zwei schulpflichtige Söhne. Momentan pendelt er von seinem bisherigen Wohnort Marburg ans Klinikum Kassel. Die Familie plant, zum Beginn des neuen Schuljahres nach Kassel zu ziehen.

 

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