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Der Fachbereich Medizin der Philipps-Universität ehrte den Immunologen Prof. Dr. Hermann Wagner mit der diesjährigen Behring Lecture. Im Rahmen des „Dies academicus" sprach der Wissenschaftler der Technischen Universität München zum Thema "Angeborene Immunität: Schutz oder Schaden?"
Die Laudatio auf Wagner hielt Prof. Dr. Stefan Bauer, Direktor des Instituts für Immunologie der Philipps-Universität. Prof. Dr. Wagner besuchte zuvor die Produktionsanlagen auf dem MARS*-Gelände von Novartis Vaccines in Marburg, dem Sponsor der mit 5.000 € dotierten Behring Lecture.
In seiner Begrüßung sagt Dr. Michael Bröker, Senior Expert Scientific Affairs Novartis Vaccines and Diagnostics: „Prof. Dr. Wagner gibt mit seiner Arbeit der Grundlagenforschung wichtige Impulse und legt damit den Grundstein für die Entwicklung neuer Wirkstoffverstärker bei Impfstoffen."
Wie der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Prof. Dr. Dieter Kabelitz ausführt, hat Wagners Forschungsarbeit nicht nur weitreichende Auswirkung für unser Verständnis der Aktivierung des angeborenen Immunsystems, sondern eröffnet auch neue Perspektiven für die Entwicklung immunmodulatorischer Therapieansätze. Ein Meilenstein in Wagners Forschungsarbeit war die Identifizierung eines löslichen Botenstoffes, der die Aktivierung von so genannten „CD8-Killerzellen" des Immunsystems bewirkt.
Weitere Arbeiten galten zum Beispiel der Aufklärung der spezifischen Wirkmechanismen von immunsuppressiven Medikamenten wie Cyclosporin A. Wagner setzte dabei frühzeitig auf Mausmodelle für die Analyse „in vivo". Später erweiterte sich Wagners wissenschaftliches Interesse auf die Aktivierung der angeborenen Immunabwehr. Dieses Thema, für dessen Erforschung auch die diesjährigen Medizinnobelpreise vergeben worden sind, steht im Mittelpunkt der Behring Lecture 2011.
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