Eine Tarifeinigung für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern ohne Streik scheint gelungen zu sein. Bei Sondierungsgesprächen zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) und dem Marburger Bund gelang es den Parteien, gemeinsame Eckpunkte für einen Tarifabschluss zu erarbeiten.
Das Eckpunktepapier sieht Gehaltserhöhungen von 2,9% ab Januar 2012 bei einer Laufzeit von 16 Monaten vor. Damit läge die Bezahlung in kommunalen und in Uni-Kliniken wieder ungefähr auf dem gleichen Niveau.
Die Eckpunkte der vorläufigen Einigung
„Ein Tarifabschluss in Höhe von 2,9% lässt die Ärzte an der allgemeinen Lohnentwicklung teilhaben. Der Abschluss passt so gesehen in die Zeit. Er passt jedoch nicht zur aktuellen Krankenhausfinanzierung", so VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg. „Der lineare Abschluss ist doppelt so hoch wie die Steigerungsrate, die den Krankenhäusern 2012 zur Verfügung steht. Wir erwarten von der Politik, hier zu Verbesserungen zu kommen."
„Die Eckpunkte sind ein guter Ansatz, um zu einem Tarifkompromiss zu kommen", erklärte Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des Marburger Bundes. Er wies zugleich darauf hin, dass über die Rücknahme des Streikaufrufs die Große Tarifkommission des MB entscheide.
Die vorläufige Einigung des Verbands der kommunalen Krankenhäuser und dem Marburger Bund werden von beiden Seiten intern weiter abgestimmt. Damit steht die Einigung noch unter Gremienvorbehalt.
Die Kleine Tarifkommission des MB wird am 19. Januar in Köln zusammenkommen, die Große Tarifkommission tagt am 21. Januar in Berlin.
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