15.11.2010
Krankenhäuser sind komplexe Organisationen, in denen sich im Zusammenspiel von Mensch, Organisation und Technik auch Fehler mit schwerwiegenden Folgen für Patienten ereignen. Fehlerlernsysteme können im Rahmen des klinischen Risikomanagements die Patientensicherheit erhöhen, denn jeder Fehler, der in einem Critical Incident Reporting System (CIRS) gemeldet wird, kann analysiert und durch geeignete Maßnahmen künftig vermieden werden. Wird CIRS als Impuls und Lernchance verstanden, trägt Fehlerwissen so zur ständigen Verbesserung der Prozesse bei.
Weiter11.11.2010
Es ist kein Geheimnis: Viele Krankenhäuser befinden sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage oder blicken schwierigen Zeiten entgegen. Steigende Ausgaben durch höhere Energiebeiträge, Tarifpolitische Entscheidungen und allgemeine Kostensteigerungen verschärfen die Situation zusätzlich.
Durch die hohe Arbeitsbelastung der Krankenhausmitarbeiter lässt sich am größten Kostenblock Personal nur wenig einsparen. Sparpotentiale in der Beschaffung sind oft ausgereizt und führen nicht zu den benötigten Zielen.
Weiter07.10.2010
Im modernen Operationssaal regieren nicht mehr nur Skalpell und Tupfer. Technische Systeme unterstützen den Operateur zunehmend, ohne sie geht es eigentlich hierzulande gar nicht mehr. So gibt es u.a. Endoskopiesysteme, verschiedenste Bildgebungssysteme und computergestützte Planungssysteme, die den Weg in den OP gefunden haben, vor allem aber bei der minimal-invasiven Chirurgie.
Weiter08.09.2010
Die Wahrnehmung der Öffentlichkeit wird immer dann besonders geschärft, wenn es um den Tod von Kindern geht. Eine außerordentlich heftige Reaktion rief der kürzliche Tod dreier Säuglinge im Uniklinikum Mainz hervor. Die Neugeborenen verstarben wahrscheinlich an einer Blutvergiftung, die durch eine verunreinigte Nährlösungsinfusion verursacht wurde (siehe erster Teil: Mainzer Uniklinikum massiv unter Druck).
Weiter07.09.2010
In den letzten Wochen erzeugten die Vorfälle in der Säuglingsstation des Mainzer Uniklinikums ein beträchtliches Echo in der Öffentlichkeit. Entfacht durch den Tod dreier Säuglinge auf der Intensivstation entflammten sowohl in Gesellschaft wie auch Politik Debatten zum Thema Krankenhaushygiene und politische Verantwortung. Die Uniklinik sah sich wegen angeblich mangelhafter Hygiene massiver Kritik ausgesetzt. Die exakte Todesursache der drei Kinder ist bislang noch immer ungeklärt.
Weiter06.07.2010
Unter www.kh-cirs.de werden erstmalig bundesweit kritische Ereignisse veröffentlicht, die von überregionaler Bedeutung für die Patientenversorgung sind. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Deutsche Pflegerat (DPR) starten mit dem Krankenhaus-CIRS-Netz Deutschland ein Projekt, das es allen Kliniken ermöglicht, aus den Fehlern anderer zu lernen.
Weiter01.10.2009
Ärzte reagieren bei Müdigkeit ebenso wie Menschen anderer Berufsgruppen: Ihre Genauigkeit sinkt, und die Fehlerquote steigt. Was offensichtlich scheint, haben nun israelische Wissenschaftler mit Zahlen belegt. Sie berichten im International Journal of Behavioural and Healthcare Research, dass besonders junge Assistenzärzte in ihrer Arbeit von Müdigkeit und Erschöpfung betroffen sind, was häufig zu Fehlern führt. Die Studienautoren fordern, dass die Arbeitsbedingungen besonders für diese Gruppe von Ärzten verbessert werden sollen.
Weiter01.06.2008
Pressekonferenz: Verband der Universitätsklinika Deutschlands. Eklatante Fehler in der Gesundheitspolitik gefährden die Zukunft der deutschen Hochschulmedizin. Systemfehler bedrohen die Existenz der Universitätsklinika. Starre Preisobergrenzen der Krankenhausentgelte erzwingen Stellenabbau. Auf einer Pressekonferenz des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands (VDU) Anfang April wurde darüber diskutiert, dass sowohl die medizinische Forschung, als auch die ärztliche Ausbildung unter diesen Voraussetzungen leiden.
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