17.04.2012
Der Antibiotika-Verbrauch in Kliniken soll künftig überwacht und bewertet werden. Doch eine aussagefähige Beurteilung wird für die Kliniken schwierig werden.
Im Infektionsschutzgesetz-Änderungsgesetz (IfSGÄndG-2011) wurden dem IfSG-2001 Vorschriften über personelle und organisatorische Strukturen sowie konkrete Surveillance-Prozesse hinzugefügt, um den Schutz der Patienten vor Infektionen und multiresistenten Erregern (MRE) zu erhöhen.
Weiter11.04.2012
Krankenhausinfektionen und Todesfälle wurden bereits vor 35 Jahren so auffällig, dass die BGA-Kommission zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankenhausinfektionen (Krinko) gegründet wurde. Damals wurde eine Infektions-Rate von 5 % durch mehrere kleinere Untersuchungen ermittelt.
Weiter04.04.2012
Die Datenlage zur Bedeutung raumlufttechnischer Anlagen (RLT-A) mit Laminar-Air-Flow Belüftung (LAF) bei der Prävention postoperativer Wundinfektion ist insgesamt betrachtet eher dürftig.
Weiter11.01.2012
Die häufigste Ursache für vermeidbare Infektionen im Gesundheitswesen sind Hygienemängel - und zwar vor allem infolge von Unkenntnis, was oft zur Missachtung eigentlich allgemein anerkannter Hygieneregeln führt.
Mehr denn je ist qualifiziertes Fachwissen gefragt. Doch gerade an dringend benötigten Hygienefachärzten und Hygienefachkräften mangelt es zahlenmäßig in Krankenhäusern. Nicht einmal jede 25. Klinik in Deutschland verfügt über einen Facharzt für Hygiene.
Zunahme an multiresistenten Keimen
Weiter11.11.2011
Noch in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden bei bestimmten Erregern aufwendige Desinfektionsverfahren mit einem „Sandwich" aus Wischdesinfektion - Verneblung - mittels Formaldehyd durchgeführt.
Das Ausbringen von Aldehyden stellte den Arbeitsschutz vor Herausforderungen, da regelhaft Nebenwirkungen wie Schleimhautreizungen beim desinfizierenden Personal auftraten. Konsequenterweise wurde die Verneblung verlassen.
Rechtslage
Weiter30.08.2011
Ob Klinik-Patient oder Mitarbeiter: Beide können „Opfer" oder „Täter" einer MRSA-Übertragung sein. Und natürlich können sie ihre Rollen auch tauschen. Sowohl der Patient als auch das Personal kann zum Überträger oder zum Empfänger der Erreger werden.
Weiter09.05.2011
Die heutige Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages zum Infektionsschutzgesetz kommentiert Dr. Martin Walger, Geschäftsführer des Verbandes der Diagnostica-Industrie e.V. (VDGH): „Der VDGH hat mehrfach auf die Problematik der nosokomialen Infektionen aufmerksam gemacht. Multiresistente Erreger, die nicht mehr wirksam mit Antibiotika bekämpft werden können, verbreiten sich nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in Arztpraxen, Vorsorge- und Pflegeeinrichtungen.
Weiter08.04.2011
Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands plädiert für bundesweit einheitliche Standards beim Infektionsschutz, begleitende Forschung und finanziellen Ausgleich für höheren Aufwand im Krankenhaus.
Weiter18.03.2011
Die Hygieneanforderungen zur Infektionsprävention in der Zahnheilkunde stellen aufgrund der potentiellen Infektionsgefahr, die von den Patienten ausgehen, eine besondere Herausforderung da. Die Infektionsgefahr ist in den meisten Fällen unbekannt, da u. a. durch eine hohe Patientenfrequenz Risikopatienten kaum identifiziert werden können (z.B. Patienten mit Hepatitis B, Hepatitis C, HIV).
Weiter07.03.2011
Der Kampf gegen Krankenhausinfektionen verlangt interdisziplinäres Handeln. Experten verschiedener Fachrichtungen - Kliniker, Hygieniker, Mikrobiologen und Vertreter der Gesetzlichen Krankenkassen - haben jetzt die „Initiative Infektionsschutz" gegründet und fordern dazu auf, Einzelstrategien zu überwinden und mit einem umfassenden Ansatz nosokomiale Infektionen nachhaltig zu bekämpfen. Erstmalig präsentiert das Expertengremium sein Positionspapier nun der Öffentlichkeit.
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