Gröhe: „Wichtiger Schritt im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen“

  • v.l. Peter Beyer (WHO), Hermann Gröhe (Bundesminister für Gesundheit), Georg Schütte (Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung) sowie Manica Balasegaram (Direktor GARDP) auf der gemeinsamen Pressekonferenz Foto: BMBF/Hans-Joachim Rickv.l. Peter Beyer (WHO), Hermann Gröhe (Bundesminister für Gesundheit), Georg Schütte (Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung) sowie Manica Balasegaram (Direktor GARDP) auf der gemeinsamen Pressekonferenz Foto: BMBF/Hans-Joachim Rick

Mit 56,5 Mio. € wollen die Bundesrepublik Deutschland und weitere internationale Geldgeber die Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika vorantreiben.

Die Mittel wurden der Globalen Partnerschaft für Antibiotika-Forschung und Entwicklung – GARDP (Global Antibiotic Research and Development Partnership) – im Rahmen einer Veranstaltung auf Einladung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, in Berlin zugesagt.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe dazu: „Trotz der Gefahr durch weltweit zunehmende Antibiotika-Resistenzen sind in den letzten Jahrzehnten kaum neue Antibiotika auf den Markt gekommen. Deshalb haben sich die G20 unter deutscher Präsidentschaft dazu verpflichtet, die Erforschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe kraftvoll voranzutreiben. Denn wir können auf wirksame Antibiotika nicht verzichten. Dass heute mehr als 56 Mio. € für die Produktentwicklungspartnerschaft GARDP zur Verfügung gestellt werden konnten, ist ein weiterer wichtiger Schritt im Kampf gegen die globale Gesundheitsgefahr Antibiotika-Resistenzen.“

Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung: „Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird die, Global Antibiotic Research and Development Partnership‘, GARDP, in den kommenden Jahren substanziell fördern, denn wir sind fest davon überzeugt, dass in wichtigen Fragen der Gesundheitsforschung bedeutende Fortschritte nur durch länderübergreifende Kooperationen zu erzielen sind. Internationale Produktentwicklungspartnerschaften wie GARDP sind für Deutschland ein wichtiges Instrument, um dringend benötigte neue Antibiotika und Diagnostika erfolgreich und schnell zu entwickeln.“

Ohne wirksame Antibiotika können Krebstherapien, chirurgische Eingriffe und Organtransplantationen nicht durchgeführt werden. Auch die Versorgung von frühgeborenen Kindern ist auf wirksame Antibiotika angewiesen. Obwohl die weltweit zunehmenden Antibiotika-Resistenzen als eine der größten globalen Gesundheitsgefahren gelten, befinden sich kaum neue Wirkstoffe in der Entwicklung.

In den letzten dreißig Jahren wurden zahllose Antibiotika-Entwicklungsprogramme aufgrund der komplexen wissenschaftlichen Arbeit, unzureichender Kapitalrendite oder als Folge unternehmerischer Entscheidungen eingestellt.

Unter deutscher Präsidentschaft haben sich die G20-Staaten im Jahr 2017 deshalb dazu verpflichtet, den Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen mit gezielten Maßnahmen gemeinsam voranzutreiben

und die Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika, alternativer Therapiemethoden und Impfstoffe zu verstärken. Dazu gehört auch die Unterstützung von Produktentwicklungspartnerschaften wie GARDP. Die finanzielle Unterstützung von GARDP ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Umsetzung der Berliner Erklärung der G20-Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister.

Die Bundesregierung erhöht die Förderung von GARDP für die Jahre 2016 und 2017 um 1,35 Mio. € auf insgesamt 2,6 Mio. € aus dem Haushalt des Bundesgesundheitsministeriums. Für die Jahre 2018 bis 2022 werden weitere 50 Mio. € aus dem Haushalt des Bundesforschungsministeriums zur Verfügung gestellt. Weitere Mittel in Höhe von knapp 5 Mio. € werden durch die Niederlande mit 2 Mio. €, Großbritannien mit umgerechnet 1,1 Mio. €, die Schweiz mit umgerechnet 440.000 €, Südafrika mit umgerechnet 390.000 €, Luxemburg mit 100.000 € und den Wellcome Trust mit umgerechnet 1,1 Mio. € zur Verfügung gestellt.

GARDP wurde im Mai 2016 als gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungsinitiative auf Betreiben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Drugs for Neglected Diseases initiative (DNDi) und unterstützt durch die Bundesregierung und andere Staaten ins Leben gerufen.

 

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