Deutsches Förderprogramm für Augenheilkunde von Bayer

Die Grundlagenforschung zum Retinoblastom überzeugte die Expertenkommission. "Ich habe nicht damit gerechnet, mit dem Deutschen Förderprogramm für Augenheilkunde ausgezeichnet zu werden. Bei meinem Projekt handelt es sich um reine Grundlagenforschung. Da der Weg bis zur potentiellen Anwendung am Patienten noch sehr weit ist, war die Überraschung dafür umso größer", so die erste Reaktion von Frau Dr. rer. nat. Laura Steenpaß von der Universität Essen. Die Auszeichnung wurde im Rahmen des Bayer-Symposiums Forum Oculus in Berlin übergeben.

Forschungsprojekt zum Retinoblastom überzeugt Expertenkommission

Das Deutsche Förderprogramm für Augenheilkunde ist eine Initiative von Bayer, die innovative wissenschaftliche Forschungskonzepte und Projektideen in der Augenheilkunde unterstützt. Vergeben wird das Fördergeld in Höhe bis zu € 50.000 von einer unabhängigen Expertenkommission mit ausgewiesener Expertise in der Forschung nach Sichtung der eingereichten Bewerbungsanträge. "Unsere Entscheidung für eine Arbeit aus der Grundlagenforschung bestätigt dabei unsere Neutralität", erklärt der Vorsitzende der Expertenkommission des Förderprogramms Prof. Dr. med. Richard Funk. Die Wahl fiel letztendlich auf das Retinoblastomprojekt "Differenzierung humaner embryonaler Stammzellen in neurale Retina: ein in vitro Modell für das Retinoblastom" von Frau Dr. rer. nat. Steenpaß.

Das Retinoblastom ist ein maligner Tumor, der von der Netzhaut ausgeht und zumeist im Kleinstkindalter auftritt. Er beeinflusst das Leben der Kinder und ihrer Eltern massiv, da therapeutisch häufig nur die Entfernung des betroffenen Auges bleibt. Diese Neoplasie ist selten und entsprechend rar auch das Material für Forschungszwecke. Ein in vitro Modell mittels Differenzierung von embryonalen Stammzellen würde es erlauben, mehr über die Spezifität des Tumors, das Wachstum und dessen Eindämmung zu lernen.

"Auch wenn es bis dahin noch ein langer Weg ist, stellt es einen essentiellen Schritt für die Verbesserung der Patientenversorgung dar", kommentiert Prof. Dr. med. Richard Funk das Forschungsprojekt und die einstimmige Entscheidung der Expertenkommission.

"Dieses Organoidmodell wäre durchaus auch auf andere Krankheitsbilder anwendbar und könnte zur Therapietestung dienen."

Bewerbungsphase für 2017 hat begonnen

"Das Ziel des Förderprogramms von Bayer ist es, in Deutschland Forschung und Fortschritt in der Augenheilkunde voranzubringen, um die Behandlungsmöglichkeiten der Patienten langfristig zu verbessern. Die Auszeichnung des Retinoblastomprojekts von Frau Dr. rer. nat. Steenpaß ist der erste Schritt in diese Richtung", erklärt Dr. med. Patrick Bussfeld, Leiter der Medizin Neurologie, Immunologie & Ophthalmologie bei Bayer Vital. "Das Interesse an einer Förderung durch das Deutsche Förderprogramm von Bayer war so groß, dass wir alle schon mit froher Erwartung auf sehr hochwertige Anträge für die Förderperiode 2017 blicken."

Die Phase der Bewerbung hat bereits begonnen und erfolgt zunächst über einen Letter of Intent (LOI); vielversprechende Antragsteller werden nach einer ersten Sichtung gebeten, einen vollen Antrag zu stellen. Der späteste Abgabetermin für die aktuelle Förderperiode ist der 30. Juni 2016.
Details zur Bewerbung und alle notwendigen Formulare zum Download sind über www.foerderprogramm-augenheilkunde.de erhältlich.

 

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Bayer HealthCare AG

51368 Leverkusen

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