Medizin & Technik

Workflow-Optimierung entlang des gesamten Behandlungspfads bei Brustkrebs

14.09.2021 - Radiologien und Kliniken sind auf innovative Technologien angewiesen, mit denen sich Mammografien optimieren und Patientinnen effizienter versorgen lassen.

In Deutschland ist Brustkrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen. Um Brustkrebserkrankungen möglichst früh zu erkennen und zu behandeln, haben bislang Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren Anspruch auf Mammografie-Screenings. Der Wissenschaftliche Beirat der Kooperationsgemeinschaft Mammografie empfiehlt mittlerweile aber die Erweiterung des bestehenden Programms auf die Altersgruppe von 45 bis 74 Jahren. Wird der Vorschlag umgesetzt, sehen sich Radiologen mit deutlich mehr Patientinnen konfrontiert, die Anspruch auf ein Brustkrebs-Screening haben. Allerdings müssen die zusätzlichen Mammografien in derselben Zeit durchgeführt werden wie bislang. Deshalb sind Radiologien und Kliniken auf innovative Technologien angewiesen, mit denen sich Prozesse optimieren und Patientinnen effizienter versorgen lassen.

KI in der Früherkennung: effizientere Abläufe

Die digitale Brusttomosynthese verbessert die Karzinomerkennung und produziert seltener falsch-positive Ergebnisse. Allerdings erzeugt sie Dateigrößen und Bilder, die den Bildleseprozess für Radiologen verlängern können. Mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning lassen sich allerdings auch diese Arbeitsabläufe optimieren. Mithilfe dieser Technologien lassen sich hochauflösende 3-D-Daten rekonstruieren und SmartSlices erzeugen, die die Anzahl der zu prüfenden Bilder verringern und so die Befundungszeit reduzieren. Neueste Bildgebungstechnologien wie 3DQuorum mit Genius AI von Hologic haben zum Ziel, weniger, aber dickere Schichtbilder zu erstellen, um den Befundungsablauf zu beschleunigen. Die geringere Gesamtzahl der Schichtbilder ermöglicht Radiologen eine kürzere Auswertungszeit. Bei acht Stunden täglicher Befundungszeit wird so im Schnitt eine Stunde eingespart.

Durchschnittlich 25 % Zeitersparnis

Auch bei röntgengeführten Mamma- Biopsien lassen sich Strukturen und Arbeitsschritte einsparen und gleichzeitig der Patientinnenkomfort verbessern, beispielsweise durch eine kombinierte Gewebeentnahme und die Überprüfung mit Echtzeit- Bildgebung: kein Präparate-Transport, kein separater Raum und Prozessschritt für die Bildgebung. Kein Warten auf die Probenüberprüfung und keine Unterbrechung des Untersuchungsflusses. So wird beispielsweise beim Brevera Biopsiesystem zeitgleich während der röntgengeführten Biopsie der Biopsiezylinder „angesaugt“ und geröntgt. Dadurch sehen Ärzte in Echtzeit, ob die Entnahme, beispielsweise des Mikrokalks, erfolgreich war. Da hier weniger Arbeitsschritte notwendig sind, reduziert sich die Biopsiezeit durchschnittlich um 25 % bzw. um 13 Minuten. Die verkürzte Biopsie und damit Kompressionszeit und dass Ärzte den Raum aufgrund der direkten Beurteilung der Gewebeproben nicht mehr verlassen müssen, stellt zudem eine enorme Erleichterung für Patientinnen dar.

Intraoperative Präparate-Radiografie direkt im OP-Saal

Bei brusterhaltender Therapie (BET) des mikrokalkassoziierten Mammakarzinoms ist die Verringerung von R1-Resektionen oberstes Ziel. Modernste raumsparende Präparate-Radiografiesysteme ermöglichen eine rasche Probenverifikation direkt im OP-Saal ohne Transport der Probe in einen anderen Raum, ohne großes Warten auf die Bestätigung der Resektionsränder und möglicher Verzögerungen im OP-Plan. So lässt sich die Prozess- und Ergebnisqualität bei der Umsetzung der interdisziplinären S3-Leitlinie für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms erhöhen. Innovative Technologien unterstützen Ärzte dabei, Workflows entlang des gesamten Behandlungspfads von der Brustkrebs- Früherkennung bis zur Therapie zu optimieren und die Patientinnensicherheit zu erhöhen. KI und Machine Learning ermöglichen eine kürzere Befundungszeit und reduziertes Datenvolumen bei der Auswertung von Brustkrebs-Screenings Bei röntgengeführten Biopsien lassen sich mithilfe von kombinierter Gewebeentnahme und der Überprüfung mit Echtzeit- Bildgebung Arbeitsschritte einsparen und der Patientenkomfort erhöhen. Modernste Präparate-Radiografiesysteme erlauben eine rasche Probenverifikation während des Eingriffs direkt im OP-Saal.

Kontakt

Hologic Medicor GmbH

Heinrich-Hertz-Str. 6
50170 Kerpen

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