Krankenhäusern eine Perspektive bieten

„Die Standortbedingungen für die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen sind nicht ideal. Umso mehr muss die neue Landesregierung aufgefordert werden, endlich die Investitionsmittel bereitzustellen, die für die Aufrechterhaltung der vom Land vorgesehenen Versorgungsaufträge erforderlich sind", erklärte heute Dr. Josef Düllings, Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des Verbands der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). „Neben dem Ausbau der Investitionsmittel ist der Abbau bürokratischer, sektorentrennender Hemmnisse weiterhin dringend geboten, um den einsetzenden Aufschwung in der Gesamtwirtschaft nicht zu gefährden. Dieser Abbau ist eine Herausforderung für die Exekutive und ein Verharren auf dem Status quo kann nicht auf fehlende Mehrheiten zurückgeführt werden." Gleichsam gelte es mit einem zu schaffenden Strukturfonds Anreize für zwingend notwendige Strukturveränderungen herbeizuführen.


Der VKD-Vorsitzende hob weiter hervor, dass es bei den Investitionsmitteln eklatante Unterschiede zwischen den Bundesländern gäbe. Die neue Landesregierung müsse sich hier an ihre eigenen Aussagen in der zurückliegenden Legislaturperiode und im Wahlkampf erinnern: Krankenhäuser gehören zum Kernbereich der Gesundheitsversorgung, die qualitativ hochwertig, flächendeckend sowie wohnortsnah sein muss. Dr. Düllings mahnte hierzu an, dass die Standortpolitik für alle Beteiligten transparent bleiben müsse. Der Koalitionsvertrag gäbe zwar Hoffnung, doch zähle schließlich die Umsetzung.


Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen seien nicht nur zentrales Element der medizinischen Versorgung und des medizinisch-technischen Fortschritts, sondern mit circa 230.000 Beschäftigten auch ein bedeutender Arbeitgeber und wirtschaftlicher Impulsgeber im Land. „Unsere Krankenhäuser leisten mit ihren Beschäftigten und ihrem Umsatz einen wichtigen Beitrag für den Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsstandort ‚Nordrhein-Westfalen'", so Dr. Düllings. Dabei sei hierzulande alleine die Wertschöpfung über die Kaufkraft der Beschäftigten ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor. Dieser gewänne insbesondere in ländlich geprägten Regionen Nordrhein-Westfalens eine besondere Bedeutung.

Dort bildeten nämlich die Einrichtungen regelmäßig die größten Arbeitgeber. Für das gesamte Land Nordrhein-Westfalen nähmen die Krankenhäuser ihre gesellschaftliche Verantwortung für die Ausbildung wahr und eröffneten - oft mit eigenen Ausbildungseinrichtungen wie Krankenpflegeschulen - circa 18.000 Auszubildenden eine berufliche Perspektive.


Bliebe es bei den Unterschienden im Vergleich zu anderen Bundesländern, so wäre der Gesundheitsstandort in seiner Wettbewerbsfähigkeit ernsthaft bedroht. Hinzu käme noch die Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Gesundheitspolitik, die bestenfalls eine Nullrunde für Krankenhäuser verheißen würde. Standortnachteile und eine de facto Minusrunde mündeten zwangsläufig in einen Stellenabbau. „Die Landesregierung sollte daher ihren Versprechungen Taten folgen lassen. Eine ganzheitliche Strategie für den Gesundheitsstandort Nordrhein-Westfalen muss Sicherheit insbesondere für diejenigen Arbeitnehmer bieten, die sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag für die Patienten da sind."

Kontaktieren

St.- Marien-Krankenhaus Siegen
Kampenstr. 51
57072 Siegen
Telefon: 0271/231-0
Telefax: 0271/231-3170

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.