Sicherheit für den Anwender

Vorgetränkte Tücher zur professionellen Flächen- und Instrumentendesinfektion

Bei der Vermeidung nosokomialer Infektionen spielt die Flächendesinfektion eine zunehmend entscheidende Rolle. Die Hartnäckigkeit und das vermehrte Auftreten von pathogenen Erregern im patientennahen Umfeld werden hierbei immer wichtiger. Jedoch spielt nicht nur die Wirksamkeit, sondern auch die Materialverträglichkeit der eingesetzten Wirkstoffe eine Rolle. Dementsprechend bietet das aktuelle Sortiment an Flächendesinfektionsmitteln viele Produktlösungen für das relevante Erreger- und Materialspektrum, auch in unterschiedlichen Applikationsformen wie Sprays, Schaum oder Tüchern. Gerade der Einsatz von vorgetränkten Tüchern zur Flächendesinfektion erfreut sich hierbei wachsender Beliebtheit. Die Anwendung gebrauchsfertiger Desinfektionstücher bietet Vorteile, denn sie reduziert den Arbeitsaufwand und erhöht die Produktsicherheit, da die Tücher bereits mit der Wirkstofflösung in der benötigten Konzentration vorgetränkt sind.

Welches Wirksamkeitsspektrum müssen Flächendesinfektionsmittel abdecken?

Die Auswahl des richtigen Desinfektionsmittels mit dem für den individuellen Risikobereich angemessenen Wirksamkeitsspektrum ist entscheidend für die Unterbrechung der Infektionskette. Die Desinfektionsmittel im medizinischen Bereich (u.a. Krankenhaus, Pflege, Praxen) müssen sowohl gegen Bakterien und Hefen als auch gegen behüllte Viren (z.B. HBV, HCV, HIV) wirksam sein. Abhängig von den Übertragungsrisiken für Tuberkulose und atypischen Mycobakterien, die seit einigen Jahren immer häufiger auftreten, muss das Wirksamkeitsspektrum angepasst werden). Die Wirkung auch gegen unbehüllte Viren und gegen Sporen kann unter bestimmten Bedingungen relevant werden, insbesondere bei Risikopatienten, die durch eine Grunderkrankung vor geschwächt sind.

So sollen nach akzeptierten Richtlinien semikritische Medizinprodukte, die nicht sterilisiert werden (z.B. transvaginale Ultraschallsonden), mit viruziden Mitteln desinfiziert werden). Dies stellt sich in der Praxis allerdings oft als große Herausforderung hinsichtlich der Prozesse und der Empfindlichkeit der zu desinfizierenden Materialien dar, so dass man diese Forderungen bisher nur schlecht umsetzen kann.

Welche Inhaltsstoffe bieten sich an?

Alkohol (Ethanol, Isopropanol, n-Propanol) ist in einer Konzentration ab etwa 60% als Monowirkstoff schnell wirksam, trocknet schnell ein und ist rückstandsfrei. Daher sind alkoholhaltige Wirkstofflösungen für viele Anwendungen eine effektive Lösung mit nur kurzen Einwirkzeiten. Die Wirksamkeit gegen unbehüllte Viren ist jedoch mit reinen Alkohollösungen nicht zu erreichen). Zudem können einige Oberflächen mit Alkohol nicht behandelt werden, da die wiederholte Verwendung von alkoholhaltigen Desinfektionsmitteln zu Materialbeeinträchtigungen führen kann. Um das geforderte Wirksamkeitsspektrum bzw. Materialverträglichkeit zu erreichen, ist unter bestimmten Bedingungen der Einsatz anderer Wirkstoffe, z.B. quartärer Ammoniumverbindungen (QAV), zweckmäßig.

Wirksamkeitsbestimmung bei Flächendesinfektionstüchern

Um eine gesicherte Aussage über die Wirksamkeit des Desinfektionstuches an der zu desinfizierenden Fläche zu erhalten, ist es essentiell, bei der Wirksamkeitsprüfung die Untersuchung mit der Lösung durchzuführen, die von dem Tuch an die zu desinfizierende Fläche abgegeben wird. Alkoholbasierte Wirkstofflösungen haften in der Regel nicht am eingesetzten Tuchmaterial, sondern werden im Rahmen der Wischdesinfektion wieder freigegeben. Es ist jedoch bekannt, dass andere Wirkstoffe, z.B. Quartäre Ammoniumverbindungen am bestimmten Tuchmaterialien anhaften und nicht mehr für die Desinfektion verfügbar sind. Nur die Begutachtung der Lösung, die aus dem Tuch abgegeben wird, schützt vor Wirksamkeitslücken und garantiert ein repräsentatives Ergebnis.

Alkoholfreie viruzide Desinfektionstücher, die unter realen Bedingungen getestet sind, sind somit einfach in die Prozesse einzubinden und geben hohe Anwendungssicherheit.

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