24.05.2011 • Top-Themen

Gold-Nanostäbchen gegen Krebsgeschwüre

Gold-Nanostäbchen gegen Krebsgeschwüre. Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam hat eine neue Herstellungsmethode für nanoskopische Goldstäbchen entwickelt, die auch in der Tumortherapie angewendet werden sollen. Anders als herkömmliche Verfahren kommt das innovative System ohne den Einsatz zellschädigender zytotoxischer Additive aus, die man bisher brauchte, um die Stäbchenform aus wässriger Lösung zu kristallisieren.

Wie die Wissenschaftler um Michael R. Bockstaller von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh im Fachmagazin „Angewandte Chemie“ berichten, läuft ihre Synthese nicht in Wasser sondern in einer ionischen Flüssigkeit, einem „flüssigen Salz“, ab. „Mit dieser Methode können auch wir größere Mengen von Gold-Nanostäbchen herstellen“, so Studien-Co-Autorin Heidrun Keul vom Lehrstuhl für Textilchemie und Makromolekulare Chemie an der RWTH-Aachen, „wobei die Herstellung kostenmäßig nicht höher liegt als das bisherige Verfahren. Im Moment sind für die – nach der neuen Methode hergestellten – Nanostäbchen verschiedene Toxizitätsuntersuchungen in vitro und im Tiermodell geplant“, erklärt die Chemikerin.

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