30.04.2010
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Aachen: Universitätsklinikum zertifiziert

Vor einem Jahr haben 14 umliegende Krankenhäuser das Traumanetzwerk Regio Aachen gegründet. Jetzt wurde das Universitätsklinikum Aachen als überregionales Traumazentrum zertifiziert.

Die Überlebenschance von Schwerstverletzten, so genannten Polytrauma-Patienten, sinkt mit jeder Viertelstunde ohne Behandlung. Dass ein Hubschrauber mit einem Schwerstverletzten erst nach einer Stunde vom Unfallort startet, weil sich kein aufnahmebereites Krankenhaus findet, soll für die Region Aachen künftig ausgeschlossen sein.

Das Universitätsklinikum Aachen garantiert als überregionales Traumazentrum die optimale, ortsnahe Versorgung von Schwerstverletzten. „Wir haben unsere Notfallstrukturen so geändert, dass wir zu jeder Zeit zwei bis drei Schwerstverletzte aufnehmen und behandeln können", sagt Professor Hans-Christoph Pape, der Direktor der Unfallchirurgie im Universitätsklinikum Aachen. „Und wenn alle Stricke reißen, können wir noch auf die Unterstützung durch das Universitätsklinikum Maastricht zurückgreifen."

Einige Vorarbeiten waren notwendig, um die Anforderungen an ein überregionales Traumazentrum, in dem auch Patienten mit lebensbedrohlichen Mehrfachverletzungen, Hirn- oder Wirbelsäulenverletzungen behandelt werden können, zu erfüllen. Das in der ersten Stunde der Behandlung entscheidende interdisziplinäre Schockraummanagement wurde in Spezialkursen mit den Ärzten aus den beteiligten Fachabteilungen eingeübt. Im Universitätsklinikum Aachen werden im Schnitt 80 Schwerstverletzte pro Jahr behandelt.

 

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