Auszeichnung als „Onkologisches Spitzenzentrum“ für Ulmer Tumorzentrum

  • Prof. Dr. Peter Möller, Prof. Dr. Hartmut Döhner, Prof. Dr. Thomas Seufferlein und Prof. Dr. Jens Huober (Foto: Universitätsklinikum Ulm).Prof. Dr. Peter Möller, Prof. Dr. Hartmut Döhner, Prof. Dr. Thomas Seufferlein und Prof. Dr. Jens Huober (Foto: Universitätsklinikum Ulm).

Die Deutsche Krebshilfe hat das Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU) erneut als „Onkologisches Spitzenzentrum" ausgezeichnet. Eine internationale Gutachterkommission bestätigte damit die hohe Qualität der fächerübergreifenden Versorgung von Krebspatienten sowie die herausragende Krebsforschung und eröffnet mit der erneuten Förderung weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

Das CCCU erhält für 2015 zunächst 750.000 Euro, im Falle einer erfolgreichen Zwischenbegutachtung erfolgt dann die Förderung über insgesamt vier Jahre mit einer Fördersumme von 3.0 Mio. Euro. Danach ist - wie bei allen geförderten Spitzenzentren - eine erneute Bewerbung erforderlich. Am Integrativen Tumorzentrum des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät werden jährlich mehr als 10.000 Krebspatienten nach medizinischen Leitlinien fächerübergreifend in einem umfassenden Netzwerk betreut.

„Wir freuen uns, dass die Deutsche Krebshilfe die qualitativ hochwertige und innovative Versorgung unserer Patienten sowie die exzellente Krebsforschung im CCCU erneut positiv bewertet hat. Dies ist für uns Auszeichnung und Ansporn zugleich", erklärt Prof. Dr. Hartmut Döhner, Sprecher des CCCU und Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III. „Damit können wir unser Ziel, die Krebspatienten in der Region mit der für sie individuell am besten geeigneten Therapie zu versorgen und ihnen neue Behandlungsmöglichkeiten zu eröffnen, weiter konsequent verfolgen", so Döhner.

Am CCCU wird für jeden Patienten von einem fächerübergreifenden Ärzteteam die individuell beste Therapie ausgearbeitet und nach medizinischen Leitlinien und verbindlichen Behandlungsstandards durchgeführt, in den die niedergelassenen Haus- und Fachärzte auf Wunsch einbezogen werden. „Die medizinische Versorgung ist am CCCU zudem eng mit der Forschung verbunden. So können wir Patienten früh mit innovativen Therapien unter Einsatz von neuesten Krebsmedikamenten behandeln", sagt Prof. Dr. Thomas Seufferlein, Stellvertretender Sprecher des CCCU und Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I.

„Ein wichtiger Meilenstein in der letzten Förderperiode war beispielsweise der Aufbau einer Gewebebank, einer sogenannten Biobank, eine wertvolle Ressource für die Forschungsaktivitäten am CCCU", so Prof.

Dr. Peter Möller, Leiter der CCCU-Biobank sowie Ärztlicher Direktor des Instituts für Pathologie.

Psychosoziale Angebote, sportmedizinische Rehabilitation und die intensive Zusammenarbeit mit Pflege- und Palliativeinrichtungen, Selbsthilfegruppen sowie umliegenden Krankenhäusern und Schwerpunktpraxen ergänzen die medizinische Versorgung im ambulanten und stationären Bereich. „Wir haben in den vergangenen Jahren ein umfassendes Netzwerk aufgebaut, das Tumorpatienten und ihren Angehörigen in der Region vielfältige Unterstützung bietet. Daran wollen wir weiter arbeiten", betont Prof. Dr. Jens Huober, Sekretär des CCCU und Leiter der Sektion Konservative Gynäkologische Onkologie in der Frauenklinik. Wir haben mittlerweile 73 Kooperationsvereinbarungen mit Krebsspezialisten in einem Radius von mehr als 100 km um Ulm/Neu-Ulm geschlossen, was die sektorenübergreifende, qualitativ hochwertige Versorgung unserer Patienten gewährleistet", so Huober.

 

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