Bauen, Einrichten & Versorgen

Baustart am Krankenhaus Prenzlau

10.05.2021 - Auf dem Weg zum ambulant-stationären Gesundheitszentrum

Es kracht, rumst und staubt: Im GLG Kreiskrankenhaus Prenzlau ist kürzlich mit dem ersten Abschnitt des Umbaus zum ambulant-stationären Gesundheitszentrum begonnen worden. Aktueller Tatort der Bauarbeiter ist der alte Küchentrakt, der sich zum Sitz eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) mit Arztpraxen wandeln wird.

Es wird gebaut im Krankenhaus der Uckermark-Hauptstadt. Doch Neugierige können das Baugeschehen nur erahnen, denn die Baumaßnahmen finden derzeit im ehemaligen Küchentrakt des Hauses statt. Hier wurde längst kein Essen mehr zubereitet, die einstige Bestimmung ist aber noch erkennbar. Eine große Industrieküche, Abzugsschächte und Lüftungsanlagen künden von den Millionen Mahlzeiten, die hier in der langen Krankenhausgeschichte zubereitet wurden. Nun wird das gesamte Gebäude entkernt, nur die Grundmauern bleiben stehen.

Die stammen noch aus dem Erbauungsjahr 1927 und sind sehr solide, wie sich Krankenhaus-Verwaltungsdirektorin Marita Schönemann bei einem Rundgang mit dem technischen Bereichsleiter Reinhard Altwasser selbst überzeugen konnte. Sind marode Einbauten und längst veraltete Leitungen entfernt, dann beginnt die eigentliche Sanierung. Im Erd- und im Obergeschoss, das barrierefrei über einen Fahrstuhl erreichbar sein wird, sollen insgesamt fünf Praxen des Medizinischen Versorgungszentrums eingerichtet werden. Im Keller werden Wirtschafts- und Logistikräume ihren Platz finden. Wer zukünftig in eine der Praxen will, betritt das MVZ vom Hauptportal aus gesehen auf der rechten Seite. Schon im Sommer soll ein Großteil der Entkernungsarbeiten abgeschlossen sein.

Die jetzigen Bauarbeiten sind der Start für die in den Folgejahren angestrebte Umwandlung des Kreiskrankenhauses in ein Gesundheitszentrum, das neben den stationären Abteilungen auf die enge Verzahnung mit ambulanten Praxen, Pflege- sowie Beratungseinrichtungen setzt.

„Ziel ist es, ein attraktives und bedarfsgerechtes sowie auch ein nachhaltiges medizinisches Versorgungsangebot zu schaffen. Dafür haben wir uns viel vorgenommen“, sagt Marita Schönemann. Sie sei froh, dass es nach einigen Verzögerungen nun losgehen kann mit dem komplexen Großprojekt, das ursprünglich bereits 2019 nach der Fördermittelzusage in Höhe von mehr als acht Mio. € vom Land Brandenburg und der Bundesregierung im November 2018 in die Phase der Realisierung treten sollte.

Neben dem Umbau von Haus D, der ehemaligen Küche, zum MVZ ist ein Umbau des ehemaligen OP-Bereichs zu Küche und Speiseraum mit angeschlossener Cafeteria geplant. Ein Anbau wird das alte Klinikgebäude optisch aufwerten und den Blick freigeben auf den Park mit dem alten Baumbestand. Dafür muss das ehemalige Schwesternwohnheim, das seit Jahren nicht mehr genutzt wird, abgerissen werden. Ebenfalls vorgesehen ist die Sanierung des „Weißen Hauses“, in dem aktuell die Küche ein Interimsdomizil gefunden hat. Nach dem Umbau sollen hier weitere pflegerische und ambulante Angebote wie z.B. eine Tages- und Kurzzeitpflege oder auch Wohngruppen für hilfsbedürftige Menschen ihren Standort haben.

„Mit etwas Glück ist die Umstrukturierung Ende 2022 abgeschlossen“, blickt Marita Schönemann voraus. „Wir freuen uns schon sehr darauf und sehen dem Baufortschritt mit Freude entgegen. Das Kreiskrankenhaus Prenzlau wandelt sich, wird modern und attraktiv, ohne dass der Charme des fast 100-jährigen Hauses verloren geht.“

Über das aktuelle Bauvorhaben wird u.a. kontinuierlich unter diesem Stichwort auf der Website des GLG Kreiskrankenhauses Prenzlau unter www.glg-gesundheit.de/krankenhaeuser/glg-kreiskrankenhaus-prenzlau informiert.

Kontakt

GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH

Rudolf-Breitscheid-Str. 100
16225 Eberswalde

+49 3334 69 2105
+49 3334 23121

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