Unternehmen

Bayer: Anhaltend starke Geschäftsdynamik und Neuausrichtung des Portfolios

27.02.2015 -

Das Geschäftsjahr 2014 war für Bayer operativ und strategisch sehr erfolgreich. Sowohl beim Umsatz als auch beim um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA konnte der Konzern neue Rekordmarken setzen.

"Dazu hat vor allem die anhaltende Wachstumsdynamik in unseren Life-Science-Geschäften beigetragen, und hier insbesondere die erfreuliche Entwicklung unserer neueren Produkte", sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers am Donnerstag auf der Bilanz-Pressekonferenz in Leverkusen. Auch bei MaterialScience legten der Umsatz und das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis erfreulich zu. Darüber hinaus hat Bayer im vergangenen Jahr die Weichen für die Ausrichtung des Konzerns auf die Life-Science-Bereiche HealthCare und CropScience gestellt: MaterialScience soll bis spätestens Mitte 2016 als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht werden. Zudem wurden die Life-Science-Geschäfte durch wichtige Akquisitionen verstärkt. Für das Geschäftsjahr 2015 stellte Dekkers ein weiteres Umsatzwachstum sowie eine deutliche Steigerung des Ergebnisses in Aussicht.

Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2014 um 5,2 Prozent auf 42,239 (Vorjahr: 40,157) Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) entsprach das einem Zuwachs von 7,2 Prozent. Alle Teilkonzerne trugen zu diesem Anstieg bei. Das EBIT verbesserte sich um 11,6 Prozent auf 5,506 (4,934) Milliarden Euro. Ergebnisbelastend wirkten sich Sondereinflüsse in Höhe von 438 (839) Millionen Euro aus. Das EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 3,0 Prozent auf 5,944 (5,773) Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg - trotz negativer Währungseffekte von etwa 410 Millionen Euro oder ca. minus 4 Prozent - um 4,9 Prozent auf 8,812 (8,401) Milliarden Euro. Die gute Geschäftsentwicklung ging einher mit höheren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb. Das Konzernergebnis legte um 7,4 Prozent auf 3,426 (3,189) Milliarden Euro zu und das bereinigte Konzernergebnis je Aktie um 7,3 Prozent auf 6,02 (5,61) Euro.

HealthCare: Umsatz der neueren Pharma-Produkte stark gestiegen

Im Gesundheitsgeschäft (HealthCare) erhöhte sich der Umsatz im vergangenen Jahr um 5,6 (wpb. 7,5) Prozent auf 19,975 (18,924) Milliarden Euro. Hierzu trug vor allem das Pharma-Geschäft bei, der Umsatz von Consumer Health lag leicht über Vorjahr.

Der Pharma-Umsatz stieg deutlich um wpb. 11,2 Prozent auf 12,052 Milliarden Euro. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser sehr guten Entwicklung leisteten die neueren Produkte - der Gerinnungshemmer Xarelto, das Augenmedikament Eylea, die Krebsmittel Stivarga und Xofigo sowie Adempas gegen Lungenhochdruck - mit einem Umsatz von insgesamt 2,908 (1,522) Milliarden Euro. "Diese Produkte haben entscheidend dazu beigetragen, dass wir unter den großen Pharma-Unternehmen mit am schnellsten wachsen", sagte Dekkers. Bei den etablierten Top-Produkten legte der Umsatz mit den Hormonspiralen der Mirena-Produktfamilie um währungsbereinigt (wb.) 15,1 Prozent zu. Positiv entwickelte sich auch Aspirin Cardio zur Herzinfarktsekundärprävention (wb. plus 12,4 Prozent). Dagegen ging der Umsatz des Blutgerinnungsmittels Kogenate wb. um 5,6 Prozent zurück - unter anderem bedingt durch die temporäre Nutzung von Produktionskapazitäten für die Entwicklung von Hämophilie-Medikamenten der nächsten Generation. Die Umsätze des

Multiple-Sklerose-Medikaments Betaferon/ Betaseron sanken wb. um 19,6 Prozent - vor allem aufgrund erhöhten Wettbewerbs in den USA. Insgesamt verzeichnete das Pharma-Geschäft wb. erfreuliche Umsatzzuwächse in allen Regionen, insbesondere in China, den USA und Westeuropa.

Der Umsatz des Segments Consumer Health erhöhte sich wpb. um 2,1 Prozent auf 7,923 Milliarden Euro. Umsatzsteigerungen erzielten die Divisionen Consumer Care und Animal Health, insbesondere in den Wachstumsmärkten. Consumer Care profitierte vor allem von der positiven Entwicklung der Hautpflegemittel Bepanthen/Bepanthol (wb. plus 18,3 Prozent) und des Schmerzmittels Aleve (wb. plus 10,1 Prozent). Bei Animal Health legte die Advantage-Produktfamilie mit Floh-, Zecken- und Entwurmungsmitteln wb. um 3,1 Prozent zu. Dagegen gab der Umsatz im Medical-Care-Geschäft nach, vor allem in den USA und Europa. Das Diabetes-Care-Geschäft war trotz positiver Entwicklung in den Wachstumsmärkten insgesamt rückläufig. Der Umsatz mit den Kontrastmitteln und Medizingeräten im Bereich Radiology lag wb. auf Vorjahresniveau.

Insgesamt stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen von HealthCare um 2,8 Prozent auf 5,484 (5,334) Milliarden Euro. Maßgeblich dafür war die erfreuliche Geschäftsentwicklung bei Pharma, während das Ergebnis bei Consumer Health leicht rückläufig war. Ergebnisbelastend wirkten höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung bei Pharma, gestiegene Aufwendungen für Marketing und Vertrieb in beiden Segmenten sowie negative Wechselkurseffekte von etwa 360 Millionen Euro.

 

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