12.12.2012
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Bessere Überlebenszeit und Lebensqualität für Patienten mit Pankreaskarzinom

  • Eine Gewichtsstabilisierung durch gezielte Ernährungstherapie wirkt sich positiv auf die Überlebenszeit bei Patienten mit nicht-resektablem Pankreaskarzinom aus (Abb.: Fresenius Kabi).Eine Gewichtsstabilisierung durch gezielte Ernährungstherapie wirkt sich positiv auf die Überlebenszeit bei Patienten mit nicht-resektablem Pankreaskarzinom aus (Abb.: Fresenius Kabi).

Durch eine gezielte Ernährungstherapie lässt sich das Behandlungs-Outcome von Patienten mit nicht-resektablem Pankreaskarzinom verbessern. Nicht nur die Überlebenszeit kann durch geeignete Ernährungsmaßnahmen verlängert, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen signifikant gesteigert werden.1 „Eine Ernährungstherapie bei Patienten mit Pankreaskarzinom sollte als wesentlicher Bestandteil der Behandlung betrachtet und bei Ernährungsdefiziten so früh wie möglich eingeleitet werden", so der niedergelassene Onkologe Dr. Olav Heringer aus Wiesbaden.

Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung haben Patienten mit Pankreaskarzinom bereits durchschnittlich 15% ihres gesunden Normalgewichts verloren.2 So werden auch bis zu 80% der Todesfälle bei fortgeschrittenem Pankreaskarzinom auf Kachexie zurückgeführt.3 Diese gilt als schwere Mangelernährung mit einer negativen Protein- und Energiebilanz sowie einem Verlust an Muskelmasse. Eine geringe Muskelmasse wird als unabhängiger Risikofaktor für Mortalität eingestuft.4 So ergibt sich auch durch den unerwünschten Gewichtsverlust, der mit der Krankheit assoziiert ist, eine signifikant kürzere durchschnittliche Überlebenszeit nach einer kurativen Operation.5 Laut einer prospektiven Untersuchung an 150 Patienten mit duktalem Adenokarzinom des Pankreas und Tumorresektion lebten die Patienten mit deutlichem Gewichtsverlust durchschnittlich 200 Tage kürzer (451 vs. 654 Tage, p=0,001).5

Ernährungstherapie für ein verbessertes Outcome

Wird das Gewicht durch eine gezielte Ernährungsintervention stabilisiert, kann bei Patienten mit nicht-resektablem Pankreaskarzinom eine Verbesserung der Lebensqualität und ein längeres Überleben erzielt werden.1 Dies zeigte eine post hoc Analyse von 107 Patienten nach einer achtwöchigen Ernährungstherapie. So stabilisierte sich durch eine Ernährungsberatung und zusätzlich gegebener Trinknahrung bei circa 60% der Patienten das Gewicht. Durch diese Gewichtsstabilisierung lebten die Patienten etwa 100 Tage länger (Median 164 vs 259 Tage, p=0,019) und erreichten bessere Lebensqualitäts-Score-Werte (p=0,037).1 Bei fortschreitendem Gewichtsverlust trotz enteraler Ernährungstherapie kann eine supplementierende parenterale Ernährung zu einer Gewichtsstabilisierung und einer verbesserten Körperzusammensetzung führen.6 Gemäß der Leitlinie der Amerikanischen Fachgesellschaft für Klinische Ernährungstherapie kann bei Krebspatienten mit einem anhaltenden Gewichtsverlust unter oraler Diät eine Supplementation von Omega-3-Fettsäuren helfen, diesen aufzuhalten.7 Zur Gewichtsstabilisierung bei Pankreaskarzinom empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin in ihrer Leitlinie orale Supplemente mit einem Gehalt von zwei bis drei Gramm EPA (mehrfach ungesättigter Fettsäure Eicosapentaensäure) oder vier bis sechs Gramm Omega-3-Fettsäuren.8

Alle Möglichkeiten der Therapie ausschöpfen

„Eine Tumorkachexie muss durch eine frühzeitige Intervention verhindert werden, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und deren Überleben zu verlängern", fordert Heringer und betont: „Dabei ist es wichtig, alle Möglichkeiten der Ernährungstherapie zu nutzen." Zur Versorgung der Patienten mit Pankreaskarzinom bietet Fresenius Kabi Deutschland enterale und parenterale Ernährung sowie Zytostatika und i.V.-Arzneimittel, Trägerlösungen zur Zubereitung und ein sicheres Applikationsmanagement.

Fresenius Kabi Deutschland versteht sich als kompetenter Partner im Gesundheitswesen.

Quellen

  1. Davidson W et al. Clinical Nutrition 23 (2004), 239-247
  2. Wigmore SJ et al. Br J Cancer 1997; 75 (1), 106-109
  3. Palesty JA Dudrick SJ. Dig Dis 21 (2003), 198-213
  4. Fearon K et al. Lancet Oncol. 12 (2011), 489-495
  5. Bachmann J et al. J Gastrointest Surg 12 (2008), 1193-1201
  6. Pelzer U et al. BMC Cancer 10 (2010), 86
  7. August DA et al. J Parenter Enteral Nutr 33 (2009), 472-500
  8. Arends J et al. Aktuel Ern Med (2003); 28 (Suppl. 1), 61-S68

 

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