Aus den Kliniken

Caritasklinik St. Theresia weiht neuen Erweiterungsbau ein

13.05.2011 -

Die Caritasklinik St. Theresia hat am 7. Mai nach zweieinhalbjähriger Bauzeit den neuen Erweiterungsbau eingeweiht. Ausgewählte Vertreter aus Politik und Wissenschaft, darunter der saarländische Gesundheitsminister Weisweiler, waren präsent, um einen „Meilenstein" im Rahmen der Umgestaltung, Modernisierung und Vergrößerung der Klinik auf dem Saarbrücker Rastpfuhl zu feiern.

Mit der Besichtigung des fertig gestellten Neubaus, der den Operationstrakt, die Zentralsterilisation sowie die Klinik für Radioonkologie umfasst, konnten sich die anwesenden Gäste einen Einblick über das Ergebnis des Investitionsprojekts verschaffen, dessen Kosten rund 17 Mio. € betragen. Ein nicht unerheblicher Teil (9 Mio. €) wurde dabei vom Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz bezuschusst. Der Erweiterungsbau versetzt die Caritasklinik in die Lage, neueste Medizintechnik und Sicherheitsstandards mit den heutigen Anforderungen an Arbeitseffizienz harmonisch in Einklang zu bringen.

Neuer OP-Trakt revolutioniert Arbeitssicherheit und Patientenkomfort In sieben neuen, hochmodernen Operations-Sälen erstrahlt der Erweiterungsbau der Caritasklinik St. Theresia in neuem Licht, das die Arbeit im Klinikalltag für Ärzte und Mitarbeiter der Pflege grundlegend ändert. Mit zeitgemäßen Hygienestandards, integriertem Sterilflur, drei zentralen Einleitungsräumen, einem zukunftsweisenden Konzept mit großzügigem Holding- und Aufwachraumbereich und in den Wänden und Decken integrierter Medientechnik ist die Caritasklinik in der Lage, über 11.000 Operationen im Jahr sicher und patientenfreundlich durchzuführen.

Ein weiterer Teil der Bauinvestition ist die Neugestaltung der Zentralsterilisation, verbunden mit der Möglichkeit, diese Leistungen auch anderen Kliniken oder Leistungserbringern anzubieten. Prof. Andreas Sielenkämper, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und gleichzeitig ärztlicher Koordinator im OP, ist froh über diese Errungenschaft.

„Im neuen OP-Trakt werden die Patienten in jeder Phase von der Narkoseeinleitung bis zur Ankunft im Aufwachraum nach der Operation durch ein Team betreut. Gleichzeitig können durch die neuen räumlichen Voraussetzungen mehrere Vorgänge parallel verrichtet werden." Während zum Beispiel im Einleitungsraum die Narkose eingeleitet wird, kann im separaten Sterilflur der OP-Tisch vorbereitet werden. Das spart im Klinikalltag viel Zeit und ermöglicht reibungslose Abläufe - Faktoren, die dem Patienten zugute kommen.

Aber auch der Patientenkomfort kommt dabei nicht kurz. „Die Patienten müssen vor der Operation nicht mehr, wie bisher, auf dem Flur liegen in einer für sie angespannten Situation." Das gilt insbesondere auch für das neue Ambulatorium. Die nur kurz in der Klinik verweilenden Patienten profitieren dort von einem freundlichen Ambiente", ist Sielenkämper überzeugt. Denn ambulante Patienten bleiben für ihre Tagesoperation permanent in Bereichen des Ambulatoriums und genießen eine Betreuung „aus einer Hand" vor, während und nach dem operativen Eingriff. Eine stationäre Verlegung ist bei Bedarf jederzeit möglich.

Patientensicherheit und Qualitätsmanagement werden groß geschrieben Mit dem neuen OP-Trakt, der Anfang Juni in Betrieb genommen wird, setzt die Caritasklinik auf neueste Technik- und Hygienestandards. Die zeiteffizientere Arbeitsweise durch kürzere Wechselzeiten im OP ermöglicht zusätzlich höchste Standards der Patientensicherheit und des Qualitätsmanagements. Dafür sorgt auch ein Betriebskonzept, das von verschiedenen Expertengruppen für spezifische Arbeitseinheiten wie „Zentrales Einleiten", „Lagerhaltung" oder „Ambulatorium" ausgearbeitet worden ist und in einem 30-seitigen Dokument kodiert wurde.

Auch wurden alle OP-Geräte komplett ersetzt, so dass in allen Bereichen mit den gleichen Geräten gearbeitet wird, was ebenso Risiken im OP-Alltag senkt. Zur Patientensicherheit tragen auch die fest in die Arbeitsprozesse integrierten Checklisten und „Team-Time-Outs" zur mehrfachen Überprüfung der Patienten- und Materialdaten bei. „Eine Operation wird nie vollzogen, ohne Namen, Geburtsdaten, Art des operativen Eingriffes vom Patienten zu erfragen oder sich zu vergewissern, dass die richtige Prothese vorliegt. Das ist uns sehr wichtig und wird routinemäßig in die Arbeit integriert" so Sielenkämper, ärztlicher Koordinator im OP.

Neue Radioonkologie ist führend in Südwestdeutschland „Technisch ist unsere Klinik auf dem allerneuesten Stand", freut sich die neue Chefärztin der Klinik für Radioonkologie, Frau Dr. Martina Treiber. Mit einer Investition von rund 7 Mio. €, die ausschließlich aus Eigenmitteln geleistet wurde, präsentiert sich die Radioonkologie der Caritasklinik St. Theresia auf dem Rastpfuhl in neuem Gewand. Zwei neue, hochmoderne und äußerst leistungsfähige Linearbeschleuniger für die Strahlentherapie sowie ein neuer auf die Bedürfnisse der Bestrahlungsplanung ausgerichteter Computertomograph dokumentieren den Anspruch, ein führender Leistungsanbieter in Südwestdeutschland zu sein.

„Durch das Vorhandensein von zwei Linearbeschleunigern können wir nun erheblich mehr Patienten versorgen und dies mit schonenden Verfahren nach neuestem Stand der Technik", sagt Treiber. „Mein mittelfristiges Ziel ist es weiter, dieses exzellente Leistungsangebot auch betroffenen Patienten aus dem benachbarten Frankreich anzubieten. Diese müssen bislang nach Metz oder Straßburg fahren, was neben der Erkrankung eine zusätzliche Belastung für die Betroffenen darstellt."

Ebenfalls geplant ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Homburg sowie eine Kooperation mit dem europaweit einzigartigen Heidelberger Ionenstrahl-Zentrum (HIT). „Die Bestrahlung mit Schwer-Ionen stellt bei einigen Tumorarten die einzige Behandlungsmöglichkeit dar. Ich möchte hier eine Art Referenzzentrum schaffen, an dem wir Patienten beraten und mit ihnen entscheiden, ob diese Therapie in Frage kommt, um sie dann gezielt an das HIT zu vermitteln." Die Klinik für Radioonkologie der Caritasklinik St. Theresia auf dem Rastpfuhl ist neben der Klinik für Hämatologie und Onkologie und der Klinik für Palliativmedizin integraler Bestandteil des einzigen im Saarland zertifizierten, weit überregional bekannten Onkologischen Zentrums.

Die neue Chefärztin, Frau Dr. Martina Treiber, die seit 1. April diesen Jahres die Klinik für Radioonkologie an der Caritasklinik St. Theresia leitet, absolvierte ihre fachliche Ausbildung an der mit hoher bundesweiter Reputation ausgestatteten Klinik für Radioonkologie des Universitätsklinikums Heidelberg.

Kontakt

Caritasklinik St. Theresia

Rheinstr. 2
66113 Saarbrücken

+49 681 406 0
+49 681 406 2803

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