IT & Kommunikation

Digitale Lösungen für ein besseres Gesundheitswesen

23.09.2020 - Digital Health Germany e.V. initiiert und koordiniert innovative Projekte wie das „Corona Gesundheitszertifikat“.

Corona beschleunigt den Trend zur Digitalisierung – diese Entwicklung zeigt sich auch bei
Digital Health Germany e. V. Der Verein mit Sitz in Köln hat seit seiner Gründung im Mai
2019 ein rasantes Tempo vorgelegt. Bei der Jahreshauptversammlung am 09.09.2020 zogen
die Verantwortlichen der gemeinsamen Initiative aus Startups, Leistungserbringern,
Kostenträgern und Wirtschaft eine sehenswerte Bilanz. Für Oberbürgermeisterin Henriette
Reker ist die Initiative ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg Kölns zu einer führenden
Region der Gesundheitswirtschaft. Schon bei der Vereinsgründung betonte sie: „Mit der
regen Start-up-Szene, der hervorragenden Wissenschafts- und Bildungslandschaft sowie
dem medizinischen Versorgungsnetz in der Region verfügen Köln und die Region über
hervorragende Ausgangsbedingungen, die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft zum
Wohle der Bürgerinnen und Bürger zu gestalten.“ Bei der ersten Hauptversammlung freute
Henriette Reker, Mit-Initiatorin des Projektes, sich sehr, dass ihre positiven Erwartungen voll
erfüllt wurden; die Initiative gibt der Gesundheitswirtschaft in der Region Köln wichtige
Impulse.

Digital Health Germany e. V. koordiniert das innovative Projekt „Corona
Gesundheitszertifikat“

Für überregionale Schlagzeilen sorgte in den letzten Monaten das Projekt „Corona
Gesundheitszertifikat“. Ziel des Projekts ist ein System, mit dem Nutzer sicher belegen
können, dass ihr SARS-CoV2-Test negativ ist. Das Blockchain-basierte System erfasst alle
relevanten Informationen ab der Anmeldung zum einem Corona-Test. Das Testergebnis wird
als anonymer digitaler Fingerabdruck gespeichert. Der Nutzer kann anschließend seinen
zertifizierten SARS-CoV-2-Status sicher belegen. Digital Health Germany e. V. koordiniert
das Projekt, an dem u.a. die Unternehmen Ubirch, Healex und m.Doc, die Bundesdruckerei
und Govdigital zusammenarbeiten. Die technische Lösung und Datenschutzkonzepte sind
erarbeitet. Als nächster wichtiger Schritt zur Realisierung wurde der deutsche Ethikrat um
eine Einschätzung gebeten.

Unterstützung auf dem Weg zur „App auf Rezept“

Einen großen Erfolg konnte der Verein bereits im Mai 2020 vermelden. Er wurde offiziell
anerkannt als „maßgeblicher Spitzenverband“ und kann seitdem auf Augenhöhe mit
Krankenkassen verhandeln. Wichtig ist dies z.B. bei Zulassungen von medizinischen Apps.
Diese müssen durch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)
anerkannt werden, damit Ärztinnen und Ärzte sie zu Lasten der Krankenkassen verschreiben
können. Der Verein begleitet und unterstützt die Mitglieder individuell bei dieser Zulassung
und später auch bei den Vergütungsverhandlungen mit den gesetzlichen
Krankenversicherungen.

Digital Health Germany wächst

„Die erfolgreiche Arbeit im ersten Jahr hat uns Anerkennung in der Branche und auch neue
Mitglieder gebracht“, zieht Prof. Dr. Horst Kierdorf, Vorsitzender von Digital Health Germany
e.V. und Direktor der Kliniken der Stadt Köln, eine positive Bilanz. „Wir haben 6 neue
Mitglieder gewinnen können. Das hört sich zunächst nicht viel an, aber zu den „Neuen“
gehört die Universität Siegen genauso wie verschiedene Start-ups und die
Gesundheitsregion Köln/Bonn, ein Netzwerk, das mit rund 140 Mitgliedern die vielfältige
gesundheitswirtschaftliche Kompetenz der Region repräsentiert. Durch diesen Zuwachs
erhöhen wir unsere Strahlkraft deutlich. Unser Netzwerk zeichnet sich zudem durch seine
Vielfalt aus. Uns alle eint ein gemeinsames Ziel: Mit digitalen Lösungen möchten wir zu
einem besseren Gesundheitssystem beitragen.“

Kontakt

Kliniken der Stadt Köln gGmbH

Neufelder Str. 34
51067 Köln

+49 221 8907 2343
+49 221 8907 2558

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