Aus den Kliniken

EHEC-Forschung wird mit 1,23 Millionen Euro gefördert

14.12.2011 -

Ein EHEC-Forschungsprojekt, initiiert vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in den nächsten beiden Jahren mit 1,23 Mio. € gefördert.

Ziel des Projektes ist es, die Mechanismen der durch die Infektion ausgelösten Krankheitsbilder zu entschlüsseln, Langzeitfolgen für die Patienten zu dokumentieren und neue therapeutische Optionen zu entwickeln.

500 Patienten, die im Mai und Juni 2011 an den Folgen einer EHEC-Infektion erkrankt sind, werden in die Studie einbezogen. Sie werden in den nächsten zwei Jahren mehrmals untersucht und die erhobenen Daten in einer zentralen Datenbank gespeichert. Innerhalb des UKE sind Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Ärztlicher Leiter der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik (Studienleitung), Nierenspezialist Prof. Dr. Rolf A.K. Stahl, Ärztlicher Leiter der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik, und Neurologe Prof. Dr. Christian Gerloff, Ärztlicher Leiter des Kopf- und Neurozentrums, an der Studie beteiligt. „Für die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft existieren zahlreiche unbeantwortete Fragen, zum Beispiel zu den Mechanismen der Infektion und zum Krankheitsverlauf. Deshalb muss unverzüglich mit einer standardisierten Aufarbeitung der Daten und Materialien begonnen werden", erklärt Studienleiter Prof. Lohse.

Neben dem UKE sind das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Prof. Dr. Werner Solbach, Lübeck) und das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) Kooperationspartner. Weitere Kliniken aus Norddeutschland, in denen mindestens 40 EHEC-Patienten behandelt wurden, können sich an der Studie beteiligen.

Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstandsmitglied des UKE: „Nach der erfolgreichen klinischen Bewältigung des EHEC-Ausbruchs stellen sich die Wissenschaftler des UKE auch der Aufgabe, diesen einmaligen Ausbruch auszuwerten, so dass für die Zukunft wichtige Rückschlüsse gezogen werden können. Die Förderung unterstreicht die Anerkennung dieser Leistung."

 

Kontakt

UKE Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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