28.01.2019
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Ein Herzspezialist für kleine Schnitte mit großer Wirkung

  • Ein Spezialist für minimal-invasive Herzchirurgie: Prof. Hendrik Treede ist neuer Direktor der Herzchirurgie am Universitätsklinikum Bonn Foto: Rolf Müller / UK Bonn Ein Spezialist für minimal-invasive Herzchirurgie: Prof. Hendrik Treede ist neuer Direktor der Herzchirurgie am Universitätsklinikum Bonn Foto: Rolf Müller / UK Bonn

Prof. Hendrik Treede ist neuer Direktor der Herzchirurgie am Universitätsklinikum Bonn.

Prof. Dr. Hendrik Treede hat als neuer Direktor der Klinik für Herzchirurgie am Universitätsklinikum Bonn seinen Dienst angetreten. Der 49-jährige Nachfolger von Prof. Dr. Armin Welz will gemeinsam mit den 25 Herzchirurgen und dem großen Team aus Pflege- und Funktionskräften das herzchirurgische Angebot am Standort Bonn weiter ausbauen. Dabei setzt er mit seiner Spezialisierung auf minimal-invasive Verfahren neue Akzente. So ist Prof. Treede einer von wenigen Spezialisten in Deutschland, die voll-endoskopische Herzklappenoperationen unter Ausnutzung neuester Bildgebungsverfahren anbieten und Bypass-Operationen mit einem Da Vinci-OP-Roboter durchführen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt vor allem auf der Entwicklung und Anwendung von Interventionen mittels Katheter zum schonenden Ersatz von Herzklappen. Der neue Direktor der Herzchirurgie kommt vom Universitätsklinikum in Halle (Saale). Dort leitete er seit dem Herbst 2015 die dortige Herzchirurgie. Zuvor war er acht Jahre leitender Oberarzt am Universitären Herzzentrum in Hamburg / Eppendorf.

Neben der kompletten operativen Bandbreite der Herzchirurgie auf hohem Niveau wird Prof. Treede in Bonn verstärkt auf minimal-invasive Eingriffe in der Herzchirurgie setzen, also Techniken mit geringerem Operationsaufwand. Das ist eine Voraussetzung für eine deutlich geringere Belastung während des Eingriffs und eine schnellere Genesung. Gerade Risiko-Patienten können davon profitieren. Diese zum Teil noch sehr jungen Verfahren erfordern im engen Brustraum viel Fingerspitzengefühl und die Erfahrung des Operateurs.

Über kleine Zugänge für die Operationsgeräte repariert Prof. Treede beispielsweise Herzklappen mit Sichtkontrolle durch ein Endoskop, ein Instrument mit einer Minikamera an der Spitze. Besonders ist, dass er hier zu 100 Prozent 3D-Technik einsetzt. Zudem operiert der neue Direktor der Herzchirurgie als zur Zeit einziger Spezialist in Deutschland ausgewählte Bypasspatienten mit dem Da Vinci-OP-Roboter, einem Gerät das es erlaubt besonders schonend und ohne Eröffnung des Brustbeins vorzugehen. Des Weiteren gehören endoskopische Eingriffe bei chronischem Vorhofflimmern und Kunstherzen als Unterstützungsmaßnahme bei einer schweren Herzleistungsschwäche zu seinem Spektrum.

Über die klinische Forschung kann Prof. Treede seinen Patienten schon ganz früh erfolgversprechende neue Therapien anbieten. Sein Forschungsschwerpunkt liegt dabei vor allem auf Eingriffen mittels Katheter zum Ersatz von Herzklappen. „Diese für den Patienten sehr schonenden Therapien werden immer besser, so dass sie zukünftig auch bei immer mehr Patienten angewendet werden können.“

Optimale individuelle Therapie im Bonner Herzzentrum

Am Herzzentrum des Bonner Universitätsklinikums mit seinem hochmodernen Hybrid-OP – eine Kombination aus einem kompletten Herzkatheterlabor mit einem vollständig ausgestatteten herzchirurgischen OP-Saal – findet der neue Chefchirurg eine ausgezeichnete Basis für die Weiterentwicklung seiner klinischen Schwerpunkte und Forschung. Auch freut er sich auf die enge Zusammenarbeit mit dem Kardiologen-Team rund um Prof. Dr. Georg Nickenig, Direktor der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Bonn. „Ein Grund für mich nach Bonn zu kommen war, in meinem Kollegen Prof. Nickenig einen tollen, starken kardiologischen Partner zu haben“, sagt Prof. Treede. Sein Ziel für das Herzzentrum ist es, die Grenzen zwischen Herzchirurgie und Kardiologie weiter aufzulösen: „Als Team können wir jedem Patienten die jeweils beste Therapieoption anbieten, dafür steht das Herzzentrum des Universitätsklinikums Bonn.“

Aber nur wenig Zeit den Pinsel zu schwingen

Mit Vorfreude auf das landschaftlich attraktive Rheinland mit seinen fröhlichen Menschen ist Prof. Treede sehr gern nach Bonn gekommen. Auch mit Blick darauf, dass das Universitätsklinikum Bonn inzwischen eine Spitzenposition einnimmt, zum Beispiel mit dem zweithöchsten Fallschweregrad der behandelten Patientenfälle in Deutschland, und bei der Forschung die Universität Bonn im Rahmen der bundesweiten „Excellenz-Strategie“ zur Förderung von Spitzenforschung im Jahr 2018 mit sechs Clustern mehr Projekte einwerben konnte als jede andere deutsche Universität. „Klinisch und wissenschaftlich ist der Bonner Campus ein Eldorado. Es ist eine Chance sich selbst enorm einzubringen und weiterzuentwickeln“, sagt der Vater von zwei Söhnen im Alter von elf und fünfzehn Jahren. Für den erneuten Umzug nach nur drei Jahren erfüllte er gerne die Forderung seiner Familie nach Zuwachs in Form von zwei Hundewelpen aus einem spanischen Tierheim. „Wenn ich zwischendrin einmal Zeit habe, male ich leidenschaftlich gerne“, ergänzt Prof. Treede, der ursprünglich Kunst studieren wollte.

 

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