08.05.2018
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Ein Preisträger und eine HIV-Koryphäe werden zu Chefärzten ernannt

Kemperhof begrüßt Prof. Dr. Jens Lutz und Dr. Ansgar Rieke in der Inneren Medizin – Nephrologie - Infektiologie

  • Sie wurden von der Geschäftsführung des GK-Mittelrhein und dem Direktorium  als neue Chefärzte der Inneren Medizin – Nephrologie, Infektiologie begrüßt: Prof. Dr. Jens Lutz (2.v.l.) und Dr. Ansgar Rieke (4.v.l.).Sie wurden von der Geschäftsführung des GK-Mittelrhein und dem Direktorium als neue Chefärzte der Inneren Medizin – Nephrologie, Infektiologie begrüßt: Prof. Dr. Jens Lutz (2.v.l.) und Dr. Ansgar Rieke (4.v.l.).
  • Sie wurden von der Geschäftsführung des GK-Mittelrhein und dem Direktorium  als neue Chefärzte der Inneren Medizin – Nephrologie, Infektiologie begrüßt: Prof. Dr. Jens Lutz (2.v.l.) und Dr. Ansgar Rieke (4.v.l.).
  • Prof. Dr. Jens Lutz
  • Dr. Ansgar Rieke

Was unterscheidet die beiden Chefärzte, die jetzt gemeinsam die Klinik für Innere Medizin – Nephrologie, Infektiologie im Kemperhof leiten?

„31 Tage und 31 Jahre“, meinte der Geschäftsführende Direktor Oliver Zimmer bei der Einführungsveranstaltung lächelnd, denn während Prof. Dr. Jens Lutz neu in das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein kam, ist Dr. Ansgar Rieke seit über 30 Jahren im Kemperhof tätig. „Gemeinsam ist ihnen aber ihre hohe fachliche Kompetenz: Lutz, der Preisträger der Deutschen Transplan­tations­gesellschaft und Rieke, die HIV-Koryphäe“, so Zimmer. Dass beide zusammen fachlich und menschlich ein gutes Team bilden, das bestätigte der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Bernd Markus in seiner Ansprache. Mit Blick auf die Zukunft des Koblenzer Standortes in Moselweiß, an dem die beiden Häuser Ev. Stift St. Martin und der Kemperhof in einigen Jahren vereint werden, sagte er: „Sie haben hier sehr gute Mitarbeiter aber auch viel Gestaltungsmöglichkeiten in den nächsten Jahren.“ Und das Potenzial werden die beiden Chefärzte nutzen. Mit dem 51-jährigen Prof. Dr. Jens Lutz hat die Klinik einen Spezialist um die Behandlung von Patienten mit Nierenerkrankungen gewonnen. „Der Kemperhof wird durch seine Expertise eine Spitzenposition mit Leuchtturmeffekt einnehmen“, meinte sein Laudator und langjähriger Weggefährte Prof. Dr. Andreas Kribben von der Universitätsklinik aus Essen. Lutz selbst freut sich auf die Zusammenarbeit mit Rieke: „Die Nephrologie ist wichtig, da die Erkrankungshäufigkeit zunimmt. Chronische Nierenerkrankungen haben eine hohe Dunkelziffer. Im Einzugsbereich von Koblenz gibt es rund 700 Dialysepatienten und 21.000 Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion. Wichtig bei der Betreuung dieser Patienten ist die intensive Zusammenarbeit der Nephrologie mit anderen Disziplinen wie der Kardiologie, Gefäßchirurgie oder der Radiologie.  Auf diese Weise können auch Patienten mit komplexen oder seltenen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und nach einer Nierentransplantation hier behandelt werden. Dabei ist das Zusammenspiel mit der Infektiologie und Dr. Rieke perfekt!“ 

Für Dr.

Ansgar Rieke hielt Prof. Dr. Jürgen Rockstroh von der Universitätsklinik Bonn die Festrede. „Es ist das schönste Geschenk für einen Arzt, wenn die Entwicklung in seinem Arbeitsleben so weit fortschreitet, dass man aus einer todbringenden Diagnose eine beherrschbare Krankheit machen kann.“ Seit Anfang der 90er Jahre kümmert sich Rieke um HIV-und AIDS-infizierte Patienten und stellt mit seiner immunologischen Ambulanz am Kemperhof einen ganz besonderen Wert für die Patienten dar. „Er ist eine Figur mit Herzenswärme, die die Patienten versteht.“ Aber auch die Mitarbeiter lagen Rieke während seiner langen Zeit im Kemperhof sehr am Herzen. Für seine lange und engagierte Tätigkeit im Betriebsrat dankte ihm der Betriebsratsvorsitzende Dr. Christoph Bernhard. Außergewöhnlich ist in Riekes Lebenslauf sicher das zusätzliche Studium der Theologie. Geprägt von christlichen Werten sprach der 57-Jährige mit viel Witz und Gefühl über seinen Werdegang und seine Promotion im psychosomatischen Bereich. Der Mitbegründer des Ethikkomitees im Kemperhof dankte all seinen Mitstreitern, Wegge­fährten und vor allem seiner Frau und den vier Kindern für ihre Geduld mit ihm. Abschließend meinte er: „Infektiologie ist wahrscheinlich die sozialste und integrativste der medizinischen Fachdisziplinen in der Inneren Medizin und wird in naher Zukunft als Schwerpunkt anerkannt sein. Es ist klug, jetzt den Pflog bei einem Maximalversorger gesetzt zu haben.“

Prof. Dr. Jens Lutz: Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie sowie Hypertensiologe DHL (Deutsche Hochdruckliga), wechselt von der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nach Koblenz. Lutz war in Mainz als W2-Professor für Allgemeine und Transplantationsnephrologie und Leiter des Schwerpunktes Nephrologie tätig. Vorherige Stationen führten den gebürtigen Berliner unter anderem an das Universitätsklinikum Essen sowie das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, wo er unter anderem als Leiter des Nierentransplantations­programms und als Leitender Oberarzt in der Abteilung für Nephrologie an der II. Medizinischen Klinik des Hauses beschäftigt war. Lutz ist verheiratet und hat einen Sohn.

Dr. Ansgar Rieke: Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Infektiologie, Suchtmedizin und Infektiologe DGI (Deutsche Gesellschaft für Infektiologie), führte die Klinik bis zu seiner Ernennung zum Chefarzt als Leitender Arzt. Der geborene Münsteraner ist bereits seit seiner Ausbildung als Assistenzarzt im Unternehmen beschäftigt, hat 1996 die Immunologische Ambulanz aufgebaut und leitet sie weiterhin. Mit Dr. Markus Kirsch besetzt er zudem die Stabsabteilung für Krankenhaushygiene, Infektionsprävention und Infektiologie und ist darüber hinaus seit 2004 stellvertretender Leiter der Ethikkommission des Hauses sowie seit über 20 Jahren Mitglied des Betriebsrates – zuletzt als stellv. Betriebsratsvorsitzender.

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Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein gGmbH
Koblenzer Straße 115-155
56073 Koblenz

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