Aus den Kliniken

Eingangsgebäude am Klinikum Kassel vor der Eröffnung

14.01.2015 -

Nach rund zweijähriger Bauzeit geht das neue Eingangsgebäude des Klinikum Kassel am Sonntag, 18. Januar 2015, in Betrieb. Neben der zentralen Information sind im Neubau auch der Personal-Speisesaal und ein Bistro für Patienten und Besucher, Serviceangebote wie Kiosk, Friseur und Apotheke sowie Konferenzräume mit modernster Technik untergebracht.

Auf dem Dach des Gebäudes wird künftig der Rettungshubschrauber landen, damit die Patienten auf schnellstem Weg in die zentralen Diagnostikeinheiten im Klinikum gelangen. Investiert wurden rund 26,4 Millionen Euro in das Eingangsgebäude, davon 18,6 Millionen Euro als Fördersumme des Landes Hessen. Bei einem Rundgang konnten sich heute Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen ein eigenes Bild vom Neubau machen.

„Mit der Inbetriebnahme des Neubaus hat die Gesundheit Nordhessen einen weiteren Grundstein dafür gelegt, dass unser Klinikum für die Zukunft gut aufgestellt ist", erklärte Hilgen in seiner Funktion als GNH-Aufsichtsratsvorsitzender. „Der Neubau und die damit einhergehende Neustrukturierung ermöglicht eine qualitativ hochwertige und moderne medizinische Versorgung in Kassel und der Region Nordhessen mit effizienten Arbeitsabläufen, kurzen Wegen, besserer Vernetzung der verschiedenen Fachrichtungen und einem effektiven Notfallmanagement."

Mit dem neuen Eingangsgebäude endet der zweite Bauabschnitt der Zielplanung am Klinikum Kassel, gleichzeitig ist damit auch die grundlegende Umstrukturierung abgeschlossen - weg von der Pavillonbauweise mit vielen separaten Gebäuden hin zu einem kompakten Zentralklinikum. „Das Klinikum hat jetzt ein neues Gesicht", sagte Birgit Dilchert, Vorstand der Gesundheit Nordhessen und Geschäftsführerin des Klinikum Kassel. „Mit der Fertigstellung des Eingangsgebäudes und dem neuen Wegeleitsystem können wir nun die Patienten- und Besucherströme gezielter lenken und verteilen", so Dilchert weiter. Im Klinikum Kassel würden jährlich rund 55.000 stationäre und 175.000 ambulante Patienten behandelt. Hinzu kämen Besucher und Beschäftigte, von denen ein Großteil das Klinikum künftig durch den repräsentativen Rundbau betreten werde. Dilchert bedankte sich ausdrücklich bei den Beschäftigten, ohne deren Geduld und Improvisationstalent der Umbau bei laufendem Betrieb nicht möglich gewesen wäre.

Der erste Spatenstich für das Neubauprojekt am Klinikum Kassel erfolgte im Dezember 2007, im Januar 2010 ging mit den zentralen Diagnostikeinheiten und der Zentralen Notaufnahme das „Herzstück" des neuen Klinikums in Betrieb. Mit der verbindenden Magistrale und dem Ende 2011 fertiggestellten Zentrum für Frauen- und Kindermedizin wurden rund 116,5 Millionen Euro in diesen ersten Bauabschnitt investiert, davon 74 Millionen als Förderung durch das Land Hessen.

„Hessen hat in den vergangenen Jahren von allen Flächenstaaten die höchste Krankenhausförderung pro Bett geleistet und damit den Grundstein für die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Krankenhausversorgung gelegt", erklärte Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel. Das neue Krankenhausgesetz, das eine Pauschalierung der Krankenhausförderung ab 2016 vorsieht, biete für die hessischen Kliniken mehr Flexibilität und Planungssicherheit. „Krankenhäuser sind komplexe Dienstleistungsunternehmen mit dem sensiblen Auftrag der bestmöglichen Patientenversorgung und brauchen daher für ihre Investitionen Planungssicherheit. Sie müssen ihre Investitionsentscheidungen nach Dringlichkeit und Notwendigkeit selbst treffen können", so der Staatssekretär.

 

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