08.02.2020
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Fördermittel für neue Infektionsstation am Klinikum Itzehoe

  • Übergabe des Fördermittelbescheids (v.li.): Staatssekretär Dr. Matthias Badenhop, Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler und Verbandsvorsteher Dr. Reinhold Wenzlaff mit einer Visualisierung der Infektionsstation.Übergabe des Fördermittelbescheids (v.li.): Staatssekretär Dr. Matthias Badenhop, Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler und Verbandsvorsteher Dr. Reinhold Wenzlaff mit einer Visualisierung der Infektionsstation.

„Das ist wieder ein guter Tag für das Klinikum Itzehoe“, freute sich Verbandsvorsteher Dr. Reinhold Wenzlaff: Dr. Matthias Badenhop, Staatssekretär im Kieler Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend und Senioren, überbrachte dem Haus einen Fördermittelbescheid in Höhe von 15 Mio. € für den Neubau einer Infektionsstation.

Das Land fördert die neue Station als Modellprojekt und trägt damit den Großteil der Baukosten in Höhe von 16,5 Mio. €. Der Neubau entsteht im rückwärtigen Bereich des Klinikums, wo sich die derzeitige Infektionsstation in Containerbauweise befindet. Diese war eigentlich als Provisorium gedacht – „die provisorische Lösung hat 13 Jahre gehalten“, erinnerte Wenzlaff. Der Neubau wird eine Bruttogesamtfläche von 5100 qm haben. Mit 44 Patientenbetten werden die bisherigen Kapazitäten verdoppelt. Die Station wird über einen eigenen Eingriffsraum sowie Überwachungsplätze verfügen. Es sind Schleusen für Material und Personal vorgesehen, zudem wird es eine eigene Rettungswagen-Zufahrt mit Schleuse geben. Die Vorbereitungen für den Bau laufen bereits, Mitte Februar beginnt der Abriss der Container. Mit der Fertigstellung des Neubaus wird Ende 2021 gerechnet.

„Den Neubau einer Infektionsstation zu fördern, hatten wir bereits in den Koalitionsvertrag aufgenommen und setzen dieses Ziel jetzt um“, erklärte Staatssekretär Badenhop. Das Klinikum Itzehoe übernehme mit dem Bau eine besondere Verantwortung. Es entstehe eine moderne Station mit höchsten Anforderungen, die „einen wichtigen Beitrag zur klinischen Versorgung von Infektionserkrankungen in Schleswig-Holstein leisten wird“. Denn im Bedarfsfall können die Ressourcen auch überregional zur Verfügung gestellt werden und so andere Kliniken im Land entlasten. „Neben der hohen fachlichen Expertise müssen dafür die räumlichen Voraussetzungen stimmen.“

Doch nicht nur landesweit habe das Projekt Vorbildcharakter, sondern es besitze durch eine weitere Besonderheit auch bundesweite Strahlkraft: Es wird einen geschlossenen Stationsbereich geben, in dem vier Behandlungszimmer für Tuberkulose-Patienten vorgesehen sind, die sich nicht freiwillig in Behandlung begeben.

Dieser Bereich mache das Land Schleswig-Holstein unabhängig von der sonst für solche Fälle zur Verfügung stehenden Unterbringungsmöglichkeit der Klinik Parsberg in Bayern, betonte Badenhop. Zwei der Plätze sind nach derzeitigem Stand auch für Hamburger Patienten geplant.

Das Projekt unterstreiche einmal mehr das gute Miteinander des Klinikums mit dem Land, betonte Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler: „Es gibt praktisch keine andere Einrichtung, mit der wir so gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten wie mit dem Sozialministerium in Kiel.“

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Klinikum Itzehoe
Robert-Koch-Straße 2
25524 Itzehoe
Deutschland
Telefon: +49 4821 772 0
Telefax: +49 4821 772 3999

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