11.05.2011 • News

Fortbildung zum Krankenhaushygieniker: UKM-Institut nimmt Vorreiterrolle ein

20 Mediziner aus ganz Deutschland kamen zur Fortbildung zum...
20 Mediziner aus ganz Deutschland kamen zur Fortbildung zum Krankenhaushygieniker in das Institut für Hygiene am UKM. Bei dem Angebot können sich Ärzte aller Fachdisziplinen nach Abschluss ihrer Facharztausbildung weiterbilden (Foto: UKM).

Zur Fortbildung zum Krankenhaushygieniker mit einem DGHM-Zertifikat ist das Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster (UKM) als eine von fünf Fortbildungsstätten in Deutschland von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) anerkannt worden. Es nimmt damit bundesweit eine Vorreiterrolle ein.

Anfang Mai konnte das Institut unter der Leitung von Prof. Dr. Helge Karch daher 20 Mediziner aus ganz Deutschland zu einer Fortbildung begrüßen. Bei dem Angebot können sich Ärzte aller Fachdisziplinen nach Abschluss ihrer Facharztausbildung weiterbilden, damit sie später die Funktion eines hauptamtlichen Krankenhaushygienikers übernehmen können: Hier steht einem prognostizierten Bedarf von mindestens 400 Krankenhaushygienikern bundesweit aktuell nur eine begrenzte Anzahl von Fachkräften zur Verfügung. Das Fortbildungsangebot des Hygiene-Institutes aus Münster soll dazu beitragen, diese Lücke zu schließen.

Der in Münster angebotene Kurs „Grundkonzepte molekular-epidemiologischer Methoden" ist Voraussetzung, um das erforderliche DGHM-Zertifikat zu erhalten und vermittelt das aktuelle Fachwissen über die Anwendung molekularbiologischer Methoden für die Typisierung von Krankheitserregern. Federführend von Seiten des Instituts für Hygiene sind die beiden Krankenhaushygieniker des UKM, PD Dr. Alexander Mellmann und Dr. Dr. Frank Kipp.

Zusammen mit ihren Kollegen aus dem Institut für Medizinische Mikrobiologie und weiteren externen Referenten vermitteln sie dabei die nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft erforderlichen Maßnahmen und Methoden, um nosokomiale Infektionen zu verhüten und die Weiterverbreitung von Krankheitserregern zu verhindern. Prof. Dr. Helge Karch, Leiter des Instituts für Hygiene und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie: „Durch die genetischen Fingerabdrücke der Erreger kann man Infektionsquellen und Übertragungswege identifizieren. Das Know-how dazu ist in Münster einzigartig."

Zusätzlich fand im Ärztehaus in Münster ein zweitägiger Fortbildungskurs für hygienebeauftragte Ärztinnen und Ärzte statt. Über 100 Teilnehmer konnte Elisabeth Borg, Leiterin des Fortbildungsressorts in der Akademie für Ärztliche Fortbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe, begrüßen. Die Akademie der Ärztekammer hatte zusammen mit dem Institut für Hygiene diesen Kurs veranstaltet. In diesem zweitägigen Kurs werden vor allem grundlegende krankenhaushygienische Inhalte vermittelt, die als Basis für die geforderten Neuregelungen in der Infektionsprävention gelten und zum hygienebeauftragten Arzt / Ärztin qualifizieren.

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