GKV-Sparpaket zu Lasten der Patientenversorgung

Nach den heutigen Sparbeschlüssen der Bundesregierung darf die Krankenhausvergütung im Jahr 2011 nur minimal ansteigen. „Dies bedeutet für die Krankenhäuser im Land unter dem Strich eine Minusrunde", macht der Vorstandsvorsitzende der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Thomas Reumann, deutlich.


Denn die Steigerung decke die schon jetzt absehbare Erhöhung der Personal- und Sachkosten von mehr als 175 Millionen Euro nur zu einem kleinen Teil. Die verbleibende Lücke müssten die Krankenhäuser durch Einsparungen schließen. Bei einem Personalkostenanteil von über 60% würden die Krankenhäuser gezwungen, Personal abzubauen, stellt Reumann klar. Folge wäre, dass weniger Pflegekräfte mehr Patienten betreuen müssten, was weniger Zeit für Zuwendung ließe.


„Die Politik hat 2009 ein Programm zur Einstellung von zusätzlichen Pflegekräften auflegt. Mit dem Sparpaket werden die Krankenhäuser nun gezwungen, 2011 wieder Personal abzubauen. Dieses Hin und Her der Gesundheitspolitik ist unerträglich", sagt der BWKG-Vorsitzende, der gleichzeitig Reutlinger Landrat ist. Die Krankenhäuser hätten einen Anspruch auf Finanzierung der unabweisbaren Kostensteigerungen. Diese entstünden durch die Tarifabschlüsse, die steigenden Beiträge zur Arbeitslosen- und Krankenversicherungen und die immer weiter steigenden Sachkosten."

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