Gleich drei Forschungspreise gehen an Dermatologen der UMM

Auszeichnungen bei der Tagung der „Arbeitsgemeinschaft dermatologische Forschung" verliehen

Als erfolgreiche Veranstaltung werden die jungen Wissenschaftler der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) die Tagung der „Arbeitsgemeinschaft dermatologische Forschung" in Tübingen in Erinnerung behalten. Denn gleich drei von Ihnen wurden dort für ihre jeweiligen Forschungsarbeiten ausgezeichnet.

Der Biologe Dr. Marc Schmidt erhielt den mit 5.000 € dotierten Allergologiepreis, den die European Centre for Allergy Research Foundation (ECARF) gestiftet hat. Ausgezeichnet wurde seine Arbeit über die der Nickel-Allergie zugrunde liegenden Mechanismen. Dr. Schmidt, der inzwischen am Dermatologischen Zentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen arbeitet, hatte die wegweisenden Arbeiten zur Entschlüsselung der allergiefördernden Eigenschaften von Nickel gemeinsam mit Kollegen an der Dermatologischen Klinik der UMM durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Nature Immunology veröffentlicht worden.

Nickel ist das mit Abstand häufigste Allergen. Sich davor zu schützen ist fast nicht möglich, da Nickel in vielen Gegenständen des alltäglichen Lebens enthalten ist. Dr. Schmidt und seine Kollegen identifizierten in dem toll-like receptor 4 (TLR4) eine körpereigene Erkennungsstruktur für Nickel, über die das Allergen seine entzündliche Wirkung entfaltet. TLR4 ist ein Rezeptor, der das angeborene Immunsystem aktiviert. Die Identifizierung einer Zielstruktur des Allergens könnte einen Durchbruch bei der Therapie der bislang nur schwer behandelbaren Nickelallergie bedeuten.

Dr. Cyrill Géraud befasst sich mit der organspezifischen Endothelzelldifferenzierung und ihrer Funktion in der Physiologie und Pathophysiologie, also im gesunden Organismus sowie im Zuge des Krankheitsprozesses. Das Endothel kleidet die Blutgefäße als innerste Schicht aus und ist für eine Vielzahl von physiologischen Funktionen bedeutsam. So spielt das Endothel eine wichtige Rolle bei Entzündungsprozessen aber auch bei der Gewebshomöostase und bei der Angiogenese, also bei der Sprossung neuer Gefäße. Mit dem Preisgeld in Höhe von 5.000 € fördern die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) und die Arbeitsgemeinschaft dermatologische Forschung (ADF) ein neues Forschungsprojekt von Dr.

Géraud. Ziel des geförderten Projekts ist die Charakterisierung des erst kürzlich von ihm und seinem Team in Lebersinusendothelzellen identifizierten Leda-1 Proteins sowie die Untersuchung seiner Funktion beim bösartigen schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom).

In der mit dem ADF-Posterpreis ausgezeichneten Forschungsarbeit untersucht Dr. Astrid Schmieder die Wechselwirkungen zwischen einem Tumor und den mit ihm assoziierten Makrophagen (so genannte Fresszellen). Die junge Mannheimer Wissenschaftlerin geht der Frage nach, ob Tumor-assoziierte Makrophagen das Wachstum des Tumors und das Fortschreiten der Erkrankung fördern. Dazu untersucht sie, inwieweit die Makrophagen vom Tumor verändert werden und über welche Mechanismen diese wiederum das Tumorwachstum beeinflussen. Die Ergebnisse ihrer Arbeiten sind im International Journal of Cancer publiziert. Der Posterpreis ist mit 1.000 € dotiert.

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