Gesundheitspolitik

Große Medwing Politik-Umfrage: Über 40 Prozent des Gesundheitspersonals lehnen Bundestagskandidaten ab

20.09.2021 - Der Bundestagswahlkampf geht in die heiße Endphase. Eines der zentralen Themen: Gesundheits- und Pflegepolitik.

In einer aktuellen Umfrage im Vorfeld der Bundestagswahl hat Medwing, ein auf Personal- und HR-Management für den Gesundheitssektor spezialisiertes Unternehmen, 1.276 Beschäftigte des Gesundheitswesens in Deutschland gefragt, wen sie sich als zukünftige Bundeskanzlerin oder zukünftigen Bundeskanzler wünschen und welche Partei sie wählen würden. Gefragt wurde außerdem, ob Jens Spahn, wenn möglich, auch in einer zukünftigen Bundesregierung Gesundheitsminister bleiben sollte, welche Aufgaben die nächste Bundesregierung als erstes angehen sollte und wie politikinteressiert und engagiert sich das Gesundheitspersonal selbst einschätzt.

Absage an Baerbock, Scholz und Laschet

Die Spitzenkandidatin und -kandidaten stehen bei dem Gesundheitspersonal laut Umfrage nicht hoch im Kurs. Über 40 Prozent der Befragten (41,3%) wünschen sich keinen von ihnen als Bundeskanzlerin oder Bundeskanzler. Während Olaf Scholz mit 20,4 Prozent noch die meiste Zustimmung vor Annalena Baerbock (10,6%) bekommt, fällt das Ergebnis für Armin Laschet mit nur 8,8 Prozent desaströs aus. 18,9 Prozent der Befragten gaben an, sich nicht entscheiden zu können.

SPD vor CDU und Grüne, 20 Prozent weiterhin unentschlossen

Auf die Frage, welche Partei das Gesundheitspersonal wählen würde, gaben 18 Prozent der Befragten die SPD an, gefolgt von der CDU (14,9%) und den Grünen (11,3%). Laut Umfrage würde die AfD mit 7,5 Prozent viertstärkste Kraft vor der FDP (5,4%) und der Linken (5,3%) werden. Rund 7 Prozent der Stimmen entfallen auf sonstige Parteien. Jeder Fünfter (20,9%) der Befragten gab an, noch unentschlossen zu sein. 9,6 Prozent sagten, sie wollen gar nicht wählen gehen.

Spahn soll weg

Einen schweren Stand hat laut Umfrage auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Auf die Frage, ob er, wenn möglich, auch in einer zukünftigen Bundesregierung Gesundheitsminister bleiben sollte, antwortete die Mehrheit (59%) der Befragten mit „Nein“. 21,4 Prozent würden es befürworten, wenn Spahn im Amt bliebe. 19,6 Prozent gaben an, dies nicht beantworten zu können.

Pflegepolitik: Um diese Top-Themen soll sich die kommende Bundesregierung kümmern

Höhere Löhne (37,9%) und eine bessere Personalausstattung (31,1%) sind für das Gesundheitspersonal die drängendsten Themen in der Pflege, um die sich die kommende Bundesregierung kümmern soll. 14,5 Prozent finden, dass eine Ausweitung der medizinischen Entscheidungsbefugnisse für Pflegefachpersonen ganz oben auf die Agenda gehört. Digitalisierung und Entbürokratisierung (10%) sowie mehr Mitsprache in Politik und Gremien (9,9%) sind für die Mehrheit der Befragten nachgelagerte Themen.

Gesundheitspersonal und Politik: Interesse hoch, Engagement gering

Die Mehrheit der Befragten zeigt ein hohes (37,4%) bis sehr hohes (18,9%) Interesse an politischen Geschehnissen. Knapp ein Drittel der Befragten stuften ihr Interesse mit „geht so“ ein. Nur 11,7 Prozent gaben an, sich nicht oder gar nicht für Politik zu interessieren. Die Wenigsten (13,2%) bringen sich selbst in den politischen Prozess ein. Die überwiegende Mehrheit (86,8%) engagiert sich nicht politisch.

Von den Engagierten geben 47,6 Prozent an, Petitionen zu erstellen oder zu unterschreiben. 39,6 Prozent nehmen an Demonstrationen teil. 31 Prozent unterstützen politische Initiativen, Verbände oder NGOs. 29,4 Prozent der Engagierten sind Mitglied einer Partei, 27 Prozent gewerkschaftlich organisiert. 11,1 Prozent geben an, sich anderweitig politisch zu engagieren.

Medwing führt regelmäßig Umfragen durch, um die Lebens- und Arbeitswelt des Gesundheitspersonals noch besser zu verstehen sowie Arbeitgeber und Arbeitnehmer des Gesundheitssektors im Bereich Karriere und Personalmanagement bestmöglich zu beraten

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