Aus den Kliniken

Gut gerüstet für die Zukunft

23.04.2020 -

Die Teleradiologen plädieren für einen Ausbau der digitalen Befundung.

Eine leistungsfähige Diagnostik ist in Zeiten von Pandemien wie Corona unerlässlich. Darauf weist der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Teleradiologie, Dr. med. Torsten Möller hin. „Ärzte und Beschäftigte in den Röntgenabteilungen der Krankenhäuser stehen gerade jetzt vor großen Herausforderungen. Dabei kann die Teleradiologie der Schlüssel zu einer reibungslosen Versorgung sein“, erklärt Möller. Die Möglichkeiten teleradiologischer Befundung sollte deshalb weiter ausgebaut werden.

Laut Dr. Möller tragen teleradiologische Strukturen dazu bei, den Betrieb eines Krankenhauses auch in schwierigen Phasen aufrecht zu erhalten. Dazu gehörten Überlastung des Personals in Zeiten von Katastrophen oder Epidemien, oder regelmäßige Belastungsphasen wie Urlaube, Feiertage, Wochenenden und Nachtzeiten. Hinzu komme der auch bei Radiologen große Personalmangel.

Teleradiologie für Versorgungssicherheit

Immer noch gebe es Krankenhäuser, die auf solche Belastungsproben nicht oder schlecht vorbereitet seien. Andere hingegen hätten regionale teleradiologische Strukturen geschaffen oder sich überregionalen Radiologienetzen, wie Reif & Möller Netzwerk für Teleradiologie angeschlossen. In solchen Netzen sei nicht nur die Versorgungssicherheit besonders groß, auch die Qualität der Befundung sei durch ein Mehraugeprinzip und die Bündelung fachlich unterschiedlicher Kompetenzen selbst bei sehr komplexen Untersuchungen gewährleistet.

Ein besonders gewichtiges Argument für die Teleradiologie sei in Pandemie-Zeiten wie Corona der Schutz der Krankenhaus-Mitarbeiter vor Ansteckung. „Wer die Teleradiologie bereits nutzt und seine Radiologen Zuhause mit den notwendigen technischen Geräten ausgestattet hat, ist jetzt klar im Vorteil“, betont Dr. Möller. Von ihrem heimischen Arbeitsplatz aus können die Befunder die Kollegen im Krankenhaus unterstützen, ohne sich Infektionsrisiken auszusetzen. Damit werde der Radiologie-Betrieb durchgängig gewährleistet. Für die sichere Einbindung der Teleradiologen in den Krankenhausbetrieb sorgten seit vergangenem Jahr darüber hinaus regelmäßige Videokonferenzen zwischen den Teleradiologen und den Verantwortlichen der Krankenhäuser.

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Teleradiologie DGfTR

Werkstr. 1

+49 6831 7699 10
+49 6831 7699 40

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