13.01.2011 • News

Hybrid-OP am Universitätsklinikum Rostock

Professor Dr. Christoph A. Nienaber mit einer Gefäßstütze im neuen...
Professor Dr. Christoph A. Nienaber mit einer Gefäßstütze im neuen Hybrid-OP. (Quelle: UKR)

Hybrid-OP am Universitätsklinikum Rostock: Bei dieser neuen Behandlungseinheit handelt es sich um eine komplexe Einrichtung für die Behandlung von Herz- und Gefäßkrankheiten. Sie eignet sich ebenso für minimalinvasive Verfahren unter Einsatz von Kathetern wie auch für konventionelle Operationen. Die Rostocker Einrichtung ist der erste universitäre Hybrid-OP in Mecklenburg-Vorpommern.

„Mit dem neuen Hybrid-OP läuten wir eine neue Ära der Herz- und Gefäßbehandlung am Universitätsklinikum Rostock ein", sagt Prof. Dr. Christoph A. Nienaber, Leiter der Abteilung für Kardiologie. Die Behandlungseinheit ermöglicht durch seine spezielle Ausstattung hochkomplexe Operationen und die interdisziplinäre Arbeit verschiedener Fachrichtungen an ein und demselben OP-Tisch. Dadurch ist der rasche Wechsel der Behandlungsform möglich. „Wenn sich zum Beispiel während einer Katheter-Behandlung herausstellt, dass der Patient doch am offenen Herzen operiert werden muss, dann ist eine solche Operation sofort und am selben OP-Tisch möglich", ergänzt Prof. Dr. Gustav Steinhoff, Direktor der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie. Aufwendiges Umlagern der Patienten ist nicht notwendig.
Gerade die so genannten Hochrisikopatienten mit komplizierten Erkrankungen profitieren von dieser fächerübergreifenden Einrichtung.

Zudem ermöglicht der Hybrid-OP höchste Sicherheitsstandards sowie eine leistungsstarke Qualitätskontrolle dank der Ausstattung mit Geräten zur Bildgebung - also zur naturgetreuen Darstellung etwa von Gefäßen.

Zu den in Rostock angewandten Verfahren gehören unter anderem der Ersatz von Herzklappen und Aortenklappen in minimalinvasiven (Katheter-)Eingriffen sowie die Wiederherstellung beschädigter Mitralklappen (Vorhof-Herzkammerklappen). Außerdem sind komplexe Gefäßbehandlungen möglich - etwa die Behandlung der Halsarterie, das Einbringen von Gefäßstützen (Stents) in die Aorta oder auch die Behandlung von Aneurysmen von Aorta und Halsschlagader (Gefäßerweiterungen).

Möglich wurde die Realisierung des Hybrid-OPs nur mit Unterstützung von Bildungsministerium und Wirtschaftsministerium. Insgesamt wurden etwa 1.9 Mio. € als Fördersumme bewilligt, davon 240.000 € aus Konjunkturmitteln und der Rest aufgrund des durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft positiv begutachteten Antrages aus dem Förderfond der Länder zur Beschaffung von Großgeräten, der zur Hälfte aus Bundes- und zur anderen Hälfte aus Landesmitteln finanziert wird.

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