16.04.2012 • News

Intermediate Care-Bereich für Neugeborene an der MHH eröffnet

Der kleine Anton Gabriel Weemeyer, gemeinsam mit seiner Mutter Carolin, Prof....
Der kleine Anton Gabriel Weemeyer, gemeinsam mit seiner Mutter Carolin, Prof. Hillemanns, Prof. Hansen und Sozialministerin Aygül Özkan (v. l.n.r.) im neueröffneten Intermediate Care-Bereich der MHH (Foto: Kaiser/MHH).

Mit einem Intermediate Care-Bereich für Neugeborene erweitert die Frauenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ihr Leistungsspektrum: Die Niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan eröffnete Mitte April den neuen Bereich. Intermediate Care (IMC) bezeichnet das Bindeglied zwischen einer Intensivpflegestation und einer Normalstation.

Der IMC-Bereich in der Frauenklinik ist für Neugeborene und relativ reife Frühgeborene gedacht, die kurzzeitig einer intensiven medizinischen Betreuung bedürfen, aber nicht notwendigerweise auf der neonatologischen Intensivstation in der angeschlossenen Kinderklinik behandelt werden müssen.

Das hat große Vorteile. Zum einen entlastet es die neonatologische Intensivstation, da diese auf die Behandlung von sehr kleinen und kranken Frühgeborenen spezialisiert ist. Zum anderen werden die Intermediate Care-Babys nicht dem medizinisch-technischen Alltagsbetrieb einer Intensivstation ausgesetzt, sondern können in unmittelbarer Nähe zu den Eltern auf der Mutter-Kind-Station verbleiben.

„Mit dem Intermediate Care-Bereich auf der Mutter-Kind-Station beweist die Frauenklinik der MHH einmal mehr, dass sie das Zertifikat ‚Babyfreundliches Krankenhaus' eindeutig zu Recht trägt", betonte Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan anlässlich der heutigen Eröffnung.

Der Direktor der MHH-Frauenklinik, Prof. Dr. Peter Hillemanns, ist davon überzeugt, dass das neue Angebot bei den Eltern auf große Akzeptanz stoßen wird. „Durch den Intermediate Care-Bereich auf der Mutter-Kind-Station wird auch gewährleistet, dass ein schneller Wechsel des Babys aus dem Überwachungsbereich in das Zimmer der Mutter stattfinden kann", erklärte Prof. Hillemanns. Das sogenannte Rooming-in ist ein wichtiger Bestandteil des ganzheitlichen Konzepts jedes „Babyfreundlichen Krankenhauses".

Das enge Beieinander von Mutter und Neugeborenem soll zu einer möglichst frühen Eltern-Kind-Bindung beitragen. Dieses Ziel verfolgt das Team der Klinik auch mit der Unterstützung der Mütter beim Stillen und der Möglichkeit für Väter, mit im Patientenzimmer zu übernachten. Die MHH-Frauenklinik trägt seit 2009 das Zertifikat „Babyfreundliches Krankenhaus". Es wird von der WHO/UNICEF Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus" vergeben.

Im Intermediate Care-Bereich werden die Kleinen von Intensivmedizinern der MHH-Kinderklinik und von Gesundheits- und Kinderkrankenschwestern betreut. Sieben Babys können dort versorgt werden. Gut aufgehoben sind im IMC-Bereich beispielsweise Neugeborene mit Anpassungsschwierigkeiten wie unregelmäßiger Atmung, mangelnder Sauerstoffversorgung oder einer Sepsis, die mit Antibiotika behandelt werden muss.

Das Motto der Geburtshilfe in der MHH lautet: Alles unter einem Dach. „Mit dem Intermediate-Care-Bereich bieten wir jetzt tatsächlich alles auf höchstem Niveau - von der Betreuung während der Schwangerschaft über die Geburtshilfe und das Wochenbett bis hin zur Begleitung durch das erste Lebensjahr in unserer Elternschule", sagt Prof. Hillemanns.

 

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