Gesundheitsökonomie

KI in der stationären Gesundheitsversorgung

12.10.2021 - Erst 30 Prozent der medizinischen Führungskräfte in Deutschland setzen auf KI – dabei könnten KI-Anwendungen die Versorgungsqualität verbessern und medizinisches Personal entlasten.

Dies ist das Erbebnis eines White Papers von PWC. Im Zuge der Digitalisierung kommen in deutschen Krankenhäusern immer häufiger intelligente Systeme zum Einsatz. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz können zum Beispiel Operationen so optimiert werden, dass der Einsatz von Blutplasma und -Konserven minimiert werden kann. Dies hilft den Patienten und schont finanzielle sowie lebensrettende Ressource. Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen bei PwC Deutschland.

„Künstliche Intelligenz (KI) ist (...) eine Schlüsseltechnologie bei der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens. Sie ermöglicht es, große Datenmengen schnell zu analysieren. Daraus lassen sich Zusammenhänge ableiten, die dazu beitragen, die Versorgungspraxis zu verbessern und das medizinische Personal zu entlasten“. Zu diesen Ergebnissen kommen die Experten von PwC in einem aktuellen White Paper, in dem beleuchtet wird, welche Potenziale KI für den Krankenhaussektor birgt. Zudem skizzieren die Experten die größten Heraus­forderungen, die mit der Implementierung von KI einhergehen – und wie Kliniken diese in den Griff bekommen können.

Bereits 2017 kam PWC in einer Studie zu dem Ergebnis, dass sich durch den großflächigen Einsatz von KI in Europa die Gesundheits- und Folgekosten für Demenz, Brustkrebs und kindliche Adipositas innerhalb von zehn Jahren um fast 180 Milliarden Euro senken ließen. Dabei ergeben sich durch den Einsatz von KI Vorteile für alle Stakeholder: Für Patienten verbessert sich die Versorgungsqualität, denn KI kann das medizinische Personal bei der Diagnostik, der Überwachung des Behandlungserfolgs oder der Auswertung von Labor­ergebnissen unterstützen.

Ärzte und Pflegekräfte gewinnen durch KI-gestützte Dokumentation, digitalisierte Spracheingabe und verbesserte Workflows Zeit, die ebenfalls der Behandlung der Patienten zugutekommt. KI trägt zudem zu einer optimierten Entscheidungsfindung bei: Durch intelligente Systeme lassen sich große Datenmengen analysieren, die einen umfassenden Blick auf die Patienten ermöglichen. So können präzisere ­Behandlungen und Medikationen abgeleitet werden. Aber auch für das Krankenhausmanagement entstehen durch den Einsatz von KI Vorteile: So lassen sich die Ressourcen besser steuern. Vorhersagen auf der Basis von KI zu Patientenaufkommen oder Liegedauer sorgen für eine optimale Auslastung.

 

 

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