17.11.2010
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Kliniklogistik in neuem Versorgungszentrum gebündelt

  • Das neue Versorgungszentrum des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden bündelt die KliniklogistikDas neue Versorgungszentrum des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden bündelt die Kliniklogistik

Die Kliniklogistik des Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden wurde in einem Mitte November eingeweihten Versorgungszentrum gebündelt. Am klinikumseigenen Standort an der Pfotenhauerstraße werden künftig mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem für die Aufgabengebiete Einkauf, Klinikapotheke, Lager, Medizintechnik, Poststelle sowie Wirtschaftsbetrieb tätig sein. Das zwischen dem Kinder-Frauenzentrum und dem Max-Planck-Institut gelegene und für € 17 Mio. errichtete Gebäude hilft dem Klinikum, Einkauf, Logistik und Arzneimittelversorgung deutlich effizienter abzuwickeln. Allein die Klinik-Apotheke war bisher auf sechs Standorte des vor mehr als 100 Jahren im Pavillon-Stil erbauten Krankenhauses verteilt. Das neue Gebäude vereint nun das Medikamentenlager mit dem hochmodernen Herstellungsbereich und weiteren Abteilungen.

„Nach dem weit vorangeschrittenen Aufbau moderner Gebäude für die Versorgung unserer Patienten ist der Ausbau der weiteren Infrastruktur stärker in den Mittelpunkt unserer Unternehmensstrategie gerückt. Deshalb freuen wir uns über die Inbetriebnahme des Versorgungszentrums, das nicht nur für eine deutlich effizientere Logistik innerhalb des Klinikums sowie der Medizinischen Fakultät sorgt, sondern die Arbeitsbedingungen für mehr als 100 Mitarbeiter erheblich verbessert", sagt der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums, Prof. Michael Albrecht. Aufgrund mehrerer, auf dem Klinikumsareal verteilter Lager erhielten die Stationen, Labore und Ambulanzen bisher täglich mehrere Lieferungen. Dank des neuen Versorgungszentrums und der Bündelung der Bereiche reduziert sich dieser Aufwand erheblich. Insgesamt erreichen das Klinikum monatlich rund 400 Europapaletten mit den unterschiedlichsten Waren - von Informationsbroschüren über Hygieneartikel bis zu Verbandsmaterialien - die innerhalb des Klinikums ausgeliefert werden müssen. Hinzu kommen die im neuen Zentrum gesondert eingelagerten Medikamente.

Logistisches Herzstück der Klinikapotheke ist eine Kommissionierungsanlage. Die von den Stationen und Ambulanzen per Computer bestellten Medikamente werden in der etwa 40 Quadratmeter großen Anlage automatisch zusammengestellt und in Transportbehälter gelegt.

Die Apotheken-Mitarbeiter ergänzen die Lieferung mit den gekühlten Medikamenten und kontrollieren die gesamte Lieferung auf Vollständigkeit. „Die Medikamente für mehr als 130 Stationen, Polikliniken und Ambulanzen wurden bisher auf engstem Raum - unter anderem in einem Flur - zusammengestellt. Der Neubau bedeutet hier einen Quantensprung: Die auf den neuesten technischen Stand gebrachte Logistik erhöht die Flexibilität des Klinikums. Angesichts schwer kalkulierbarer gesundheitspolitischer Entwicklungen ist das ein weiterer Baustein dafür, dass wir uns auch künftig erfolgreich entwickeln können", betont Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Uniklinikums.

Eine besondere technische Herausforderung bei Bau und Betrieb des Versorgungszentrums ist der so genannte GMP-Bereich. In dem rund 500 Quadratmeter großen Reinraumbereich werden in Labors verschiedener Klassen künftig Medikamente, Salben und künstliche Ernährung hergestellt. Für diesen Bereich gelten die strengen Standards industrieller Medikamentenherstellung (Good Manufactoring Practice - GMP), so dass das Gebäude mit hochspeziellen Anlagen zur Kühlung, Lüftung und Sterilisation ausgestattet sind. Dieser Bereich läuft derzeit noch im Testbetrieb, in dem Mitarbeiter geschult und die Technik im Dauerbetrieb überprüft werden. Noch im Dezember steht die Abnahme des GMP-Bereichs durch die zuständige Aufsichtsbehörde an. Erst danach kann das Klinikum die Arzneimittelherstellung in den neuen Räumen aufnehmen.

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Universitätsklinikum Carl Gustav Carus ­Dresden
Fetscherstr. 74
01307 ­Dresden
Germany
Telefon: +49 351 458 0
Telefax: +49 351 458 4340

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