Aus den Kliniken

Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam: Mehr Sicherheit für Patient und Fachpersonal

31.07.2012 -

Neues Risikoscreening und schnellere Diagnose von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus-Stämmen (MRSA) mit PCR-Test MRSA-Infektionen stellen Kliniken vor immer größere Herausforderungen. Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam hat sein Konzept zum MRSA-Risikoscreening mit Unterstützung von Roche Diagnostics grundlegend erneuert. Mit der Einführung der PCRDiagnostik investiert die Klinik in die Patienten- und Fachpersonalsicherheit sowie in die Behandlungsqualität.

2011 wurde das Infektionsschutzgesetz überarbeitet und die Richtlinien verschärft. Es soll dafür sorgen, dass die bestehenden Empfehlungen und Vorschriften zur Hygiene stärker beachtet und umgesetzt werden. Das Klinikum Ernst von Bergmann setzt auf die schnelle MRSA-Diagnostik mittels PCR und nimmt mit dem neuen Konzept zum MRSA-Risikoscreening eine Vorreiterrolle in Berlin/Brandenburg ein.

Seit Juli 2012 werden alle Patienten, die über die Zentrale Notaufnahme des Klinikums stationär aufgenommen werden, mit einem den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes entsprechenden Fragebogen bereits in der Zentralen Notaufnahme befragt. Für alle Patienten mit vorhandenem MRSA-Risiko schließt sich ein PCR-Test an. Zudem werden noch in der Zentralen Notaufnahme besondere Hygienemaßnahmen für Patient und Fachpersonal eingeleitet.

Im Zentrallabor werden die Abstriche der MRSA-Risikopatienten routinemäßig alle drei Stunden ausgewertet. Nach zwei Stunden liegt dank der schnellen PCR-Diagnostik bereits das Ergebnis vor, bei der traditionell angewandten Diagnostik mittels mikrobiologischer Kultur lässt das Ergebnis im Durchschnitt ein bis drei Tage auf sich warten. Ist die PCR positiv, erfolgt die Isolierung des Patienten und der Abstrich für die Kultur. „Bei MRSA ist eine schnelle und sichere Diagnostik entscheidend. Das neue Risikoscreening am Klinikum ist beides", sagt Prof. Dr. Hubertus Wenisch, Ärztlicher Direktor am Klinikum Ernst von Bergmann. „So können wir in unserem Klinikum die Übertragungsrate von Keimen zur Sicherheit von Patient und Fachpersonal minimieren." Die Prozessanalyse und die individuelle Unterstützung bei der Umsetzung des MRSA-Risikoscreening- Konzepts erfolgte durch Consulab - Beratung für die Diagnostik der Roche Diagnostics Deutschland GmbH.

Noch ist der PCR-Test kein Standard in deutschen Krankenhäusern. Bislang verwenden die meisten Krankenhäuser ausschließlich herkömmliche mikrobiologische Blutkulturverfahren. „Das Klinikum Ernst von Bergmann ist mit der schnellen MRSA-PCR-Diagnostik in kommunalen Krankenhäusern in Berlin/Brandenburg Vorreiter", so Steffen Grebner, Geschäftsführer Klinikum Ernst von Bergmann. „Die schnelle Diagnose von MRSA mit dem PCR-Test von Roche gewährleistet eine effektive Kontrolle der Ausbreitung mit geringem Personalaufwand." Jürgen Redmann, Geschäftsführer Roche Diagnostics Deutschland GmbH, hebt den Nutzen des MRSA-Tests hervor und unterstreicht die Vorreiterrolle des Klinikums: „Dank der schnellen und einfachen Analyse mittels PCR können Kliniken besser mit den Herausforderungen umgehen, vor die die sogenannten Krankenhausinfektionen sie stellen. Das Klinikum Ernst von Bergmann leistet gemeinsam mit Roche einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor der MRSA-Übertragung."

 

Kontakt

Roche Diagnostics Deutschland GmbH

Sandhofer Str. 116
68305 Mannheim
Deutschland

+49 621 759 4747

Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH

Charlottenstrasse 72
14467 Potsdam

+49 331 241 0
+49 331 241 4010

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