24.03.2011
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Kompetenzzentrum für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse am UKR

  • Das Pankreas-Kompetenzteam mit dem Zertifikat (v.l.n.r): Oberarzt PD Dr. Stefan Farkas, Prof. Dr. Hans-Jürgen Schlitt und Oberarzt PD Dr. Martin Loss (Foto: UKR).Das Pankreas-Kompetenzteam mit dem Zertifikat (v.l.n.r): Oberarzt PD Dr. Stefan Farkas, Prof. Dr. Hans-Jürgen Schlitt und Oberarzt PD Dr. Martin Loss (Foto: UKR).

Nach erfolgreichem Audit erhält die Klinik und Poliklinik für Chirurgie am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) die Zertifizierung als Kompetenzzentrum für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Die Zertifizierung ist an strengste Anforderungen geknüpft und verspricht Patienten höchste Versorgungsqualität.

Patienten mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) profitieren am Universitätsklinikum Regensburg von einer umfassenden und interdisziplinären Betreuung auf höchstem Niveau: Dies bescheinigt die aktuelle Zertifizierung der Klinik und Poliklinik für Chirurgie unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Jürgen Schlitt als Kompetenzzentrum für die Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. "Diesen Erfolg", so Prof. Schlitt, "verdanken wir der hervorragenden Zusammenarbeit mit hochqualifizierten interdisziplinären Teams der unterschiedlichsten Fachrichtungen des Klinikums. Dies verbessert die Qualität und medizinische Versorgung der Patienten deutlich."

Mit dem Kompetenzzentrum am UKR steht deutschlandweit das elfte (bayernweit das dritte) Zentrum für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse zur Verfügung. Die Zertifizierung erfolgt durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). Sie gilt als höchstes Gütesiegel und ist an strenge Anforderungen gebunden. Nach der erfolgreichen Überprüfung dieser Vorgaben durch einen externen Experten in einem Audit im Dezember letzten Jahres wurde nun die offizielle Zertifizierung bekannt gegeben.

Zu den Behandlungsschwerpunkten des Kompetenzzentrums zählen insbesondere bösartige Tumore aber auch akute und chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, die Betroffenen vielfältige Beschwerden bereiten. Pankreastumore wie z.B. der Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) treten insgesamt gesehen eher selten auf, allerdings mit leicht zunehmender Tendenz. Zur Therapie gehören unterschiedliche Strategien, die für jeden einzelnen Patienten individuell und in Zusammenarbeit mit mehreren Fachdisziplinen festgelegt werden. Gerade die chirurgische Behandlung dieser Tumore bedarf dabei einer speziellen und umfangreichen Erfahrung, mit der unter Umständen auch fortgeschrittene Tumore noch operativ entfernt werden können.

Mit zunehmender Expertise des Chirurgen sinkt außerdem das Risiko für Komplikationen und die Chancen auf Heilung steigen.

Bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) leiden die Betroffenen meist unter massiven Bauchschmerzen. Medikamentöse oder auch endoskopische Behandlungen können zwar vorübergehend eine Besserung bewirken, längerfristig kann aber oft erst eine Operation Schmerzfreiheit gewähren. Die Möglichkeit einer Operation sollte deshalb frühzeitig überlegt bzw. der Patient bei einem entsprechend erfahrenen Chirurgen vorgestellt werden.

Für die Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse arbeiten am UKR hoch qualifizierte Ärzte und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen Hand in Hand zusammen. Neben der Bündelung von Kompetenzen am UKR werden außerdem in Kooperation mit der Selbsthilfeorganisation Bauchspeicheldrüsen-erkrankter und dem Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP) zweimal jährlich Patientenveranstaltungen durchgeführt, die Betroffene und Angehörige über die zum Teil seltenen Erkrankungen informieren, Hilfestellung geben und die Möglichkeit eröffnen, Kontakte zu knüpfen.

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