Aus den Kliniken

Krebszentrum Nordwürttemberg gegründet

29.03.2022 - Bessere fachübergreifende Versorgung der Patienten – Neue Station im RKH Klinikum Ludwigsburg

Die Diagnose Krebs ist mit vielen Ängsten verbunden. Um die Patienten noch besser versorgen zu können, haben jetzt die RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim das Krebszentrum Nordwürttemberg gegründet. Hier arbeiten Spezialisten aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen.

„Wir wollen den onkologischen Schwerpunkt damit weiter ausbauen“, sagte Regionaldirektorin Anne Matros, als sie zusammen mit dem Sektionsleiter Hämato-Onkologie und Palliativmedizin, Dr. Matthias Ulmer als designiertem Leiter des neuen Krebszentrums, jetzt die Geschäftsordnung unterzeichnete. Anfang April nimmt das Krebszentrum Nordwürttemberg im RKH Klinikum Ludwigsburg seinen Betrieb auf. Auf dem Gelände des Klinikums ist langfristig auch die gemeinsame Unterbringung des bereits bestehenden ambulanten und des jetzt hinzukommenden stationären Bereiches in einem Neubau geplant. Es handle sich um eine Weiterentwicklung, die vor allem im Sinne des Patienten geschehe, so Matros weiter.

Seit vielen Jahren koordiniert das onkologische Zentrum der RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim mit seinem Ärztlichen Direktor Professor Dr. Karel Caca bereits die fachübergreifende Zusammenarbeit der zertifizierten Organkrebszentren sowie alle der an der onkologischen Versorgung beteiligten Kliniken und Institute. Nun sollen sie in dem neuen Zentrum zusammengeführt und ihre Kompetenzen gebündelt werden.

Wurden stationäre Chemotherapien bislang auf den Stationen der einzelnen Fachabteilungen durchgeführt, werden sie ab dem 4. April dieses Jahres auf der neuen gemeinsamen Krebsstation gebündelt. Die interdisziplinäre Station bildet künftig ein zweites wichtiges Standbein neben dem bereits etablierten Ambulanten Tumorzentrum.

Ziel des neuen Krebszentrums Nordwürttemberg: In Zusammenarbeit mit allen an der Patientenversorgung beteiligten Berufsgruppen und Einrichtungen innerhalb und außerhalb der Kliniken zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung von Krebspatienten von der Diagnostik und Therapie bis zur Nachsorge beitragen. Durch das fachübergreifende, gemeinsame Krebszentrum wird die ärztliche und pflegerische Expertise gebündelt. In einer fachübergreifenden Sprechstunde legen mehrere Ärzte wie beispielsweise Strahlentherapeut, Internist, Urologe oder Gynäkologe gemeinsam mit dem Patienten die weitere tumorspezifische Behandlung fest wie Antikörpertherapie, Strahlentherapie, Chemotherapie oder Operation.

Diese Bündelung der Therapie und des Wissens an einem Ort hat auch den Vorteil, mit möglichen Komplikationen leichter umgehen zu können.

Neben der interdisziplinären Sprechstunde ist ein ganzheitlicher Behandlungsansatz ein wichtiger Baustein des Krebszentrums. Deshalb werden zukünftig verstärkt auch ergänzende Behandlungsangebote wie Naturheilkunde, Ernährungsberatung und Sport mit einbezogen. Eine weitere Neuerung ist die Einführung sogenannter „Onko-Lotsen“ bei der ambulanten Tumorbehandlung. Wie Dr. Matthias Ulmer informierte, werden die entsprechend weitergebildeten Pflegekräfte die Patienten über die gesamte, komplexe Krebsbehandlung hinweg begleiten, von der Operation, über die Bestrahlung bis zur Chemotherapie. Das geschieht, um die Patienten auf dem schwierigen Weg der Erkrankung zu unterstützen.

Einbezogen sind da auch die niedergelassenen Ärzte und hier vor allem die onkologisch tätigen Mediziner im Kreis Ludwigsburg. „Eine personalisierte, auf Standards beruhende Medizin ist bei der Krebsbehandlung längst Standard. Mit dem neuen Krebszentrum soll nun die Kompetenzen und Ressourcen verschiedener Behandlungsbereiche noch mehr gebündelt werden“, so die Koordinatorin des Krebszentrums Nordwürttemberg, Almut Kaiser.

Kontakt

Regionale Kliniken Holding RKH GmbH

Posilipostr. 4
71640 Ludwigsburg

+49 7141 99 90
+49 7141 99 60919

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