17.11.2011
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Labor Berlin spart Krankenhäusern 2011 eine Million Euro

Labor Berlin Charité Vivantes GmbH, dahinter verbirgt sich der Zusammenschluss von zwölf Laboren an den Standorten der Charité - Universitätsmedizin Berlin und bei Vivantes. Der Zusammenschluss - insgesamt nun das größte Krankenhauslabor Europas - erfolgte zu Anfang des Jahres und steht unter der Federführung der beiden landeseigenen Klinik-Unternehmen Vivantes und Charité.

Das Konzept ist aufgegangen: Zwölf Labore an den Standorten der Charité - Universitätsmedizin Berlin und bei Vivantes haben sich Anfang des Jahres zusammengeschlossen und bilden unter der gemeinsamen nun die Labor Berlin - Charité Vivantes GmbH, Europas größtes Krankenhauslabor.

Jetzt zog der Aufsichtsrat eine erste positive Bilanz: Das gemeinsame Unternehmen erreicht schon im ersten Jahr seines Bestehens einen Jahresumsatz von mehr als 40 Mio. €und einen Einspar-Erfolg von rund einer Million Euro für die beteiligten Kliniken.

»Die Ergebnisse lassen sich kurz in drei Schlagworten zusammenfassen. Das Labor Berlin arbeitet in der heutigen Konstellation schneller, innovativer und kostengünstiger«, sagte der Geschäftsführer Florian Kainzinger, zuständig für Strategie und Labormanagement. »Für die Krankenhäuser des Landes Berlin werden damit schon heute rund 1 Mio. EUR an Kosten gespart«, so Kainzinger.

Die positive Bilanz bestätigte auch der Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Bovelet, Geschäftsführer der Vivantes - Netzwerk für Gesundheit GmbH, Berlin. »Der Erfolg des Zusammenschlusses zeigt, wie viel Potenzial die Bündelung von Kräften hat«, so Bovelet. »Unternehmen wie Labor Berlin sparen der Stadt nicht nur Geld, sie festigen gleichzeitig Berlin als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort.«

Für den Finanzvorstand der Charité, Matthias Scheller, ist Labor Berlin »das erste gemeinsame Projekt von Charité und Vivantes. Zuerst war Labor Berlin nur ein Meilenstein der künftigen Kooperation. Heute ist es das erste Vorzeigeprojekt des medizinischen Großverbundes der Hauptstadt.« Matthias Scheller ist neben seiner Tätigkeit bei der Charité stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Labor Berlin.

Charité und Vivantes sind die wichtigsten Auftraggeber von Labor Berlin.

Immer stärker fragen aber auch Kunden von außerhalb Dienstleistungen nach. »Es ist gelungen, das Labor Berlin erfolgreich am Markt zu platzieren. So werden beispielsweise für eine Klinik im Rhein-Main-Gebiet Spezialleistungen erbracht und weitere Krankenhäuser in Berlin versorgt. Bis zum Ende des Jahres sollen so 1,3 Mio. Euro außerhalb von Charité und Vivantes erwirtschaftet werden - immerhin 64 Prozent mehr als ursprünglich geplant«, berichtete Dr. Christian Friese, als Geschäftsführer innerhalb von Labor Berlin für den Bereich Finanzen und Personal zuständig.

Die Nachfragezahlen von außen weisen stetig nach oben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Unternehmen konsequent in Aus- und Weiterbildung investiert: Für die kommenden Jahre wurde bereits eine detaillierte Planung zur Schulung von Medizinisch-Technischen-Laborassistenten und Fachärzten erarbeitet.

Durch die Nutzung innovativer Methoden können heute bereits zahlreiche Diagnoseverfahren schneller durchgeführt werden. Bei der Analyse von MRSA-Bakterien ließ sich beispielsweise dank eines neuen Verfahrens die Diagnosedauer von ein bis zwei Tagen auf eine Stunde verkürzen »Damit können wir viel schneller auf das gefährliche, gegen Antibiotika resistente Bakterium reagieren und mithelfen, die Verbreitung zu verhindern«, fasste Geschäftsführer Kainzinger zusammen.

Mit der Fertigstellung des zentralen Laborgebäudes an der Sylter Straße soll Labor Berlin noch effizienter werden. Hier entsteht auf dem nördlichen Areal des Campus Virchow-Klinikum der Charité ein fünfstöckiges Gebäude mit 6.000 Quadratmetern Nutzfläche. Die Fertigstellung ist für Ende 2012/Anfang 2013 geplant.

 

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