Aus den Kliniken

Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen und Uniklinika tagt in Münster

20.10.2023 - Organisatorinnen der Herbsttagung am 26. und 27. Oktober 2023 sind in diesem Jahr die Gleichstellungsbeauftragten von Universität und FH Münster, der Kunstakademie sowie des Universitätsklinikums Münster (UKM).

Im Mittelpunkt stehen Aufklärung, Prävention und Schutz vor sexualisierter Gewalt mit dem Ziel, neben den bereits vorhandenen Strukturen an Hochschulen weitere entsprechende Richtlinien und Rahmenbedingungen, Schutzkonzepte sowie Unterstützungs- und Vernetzungsangebote für Ansprechpersonen zu schaffen.

Hochschulen müssen für Studierende und ihre Beschäftigten sichere Orte sein. Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, doch kann es bis heute immer wieder zu sexualisierten Grenzüberschreitungen kommen. Gesamtgesellschaftlich seien die Hochschulen als Ausbildungsstätte und Arbeitgeber da keine Ausnahme, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Münster, Prof. Heike Bungert. „Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt sind – leider – ein Thema, mit dem alle Gleichstellungs-beauftragten zu tun haben.“ Auch deshalb gehen die Verantwortlichen der Hochschulen regelmäßig in den Austausch wie bei der diesjährigen Herbsttagung im Stadthotel, die von den vier in Münster tätigen Gleichstellungsbeauftragten Prof. Heike Bungert (Universität), Iklime Düx (FH), Prof. Irene Hohenbüchler (Kunstakademie) und Christina Klöckner (UKM) zusammen mit der Geschäftsführung und den drei Sprecherinnen der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen und Universitätsklinika des Landes Nordrhein-Westfalen (LaKof) organisiert wird. Dass sich die Konferenz des Themas „Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen und Uniklinika“ annimmt, spiegelt das Bemühen aller NRW-Hochschulen wider, Machtmissbrauch vorzubauen und stattdessen eine Kommunikation auf Augenhöhe zu etablieren.

Auch die Gleichstellungsbeauftragte des UKM, Christina Klöckner, sieht in puncto Veränderungsbedarf noch Potential nach oben: „Wir haben bereits rechtliche Strukturen etabliert, wollen bei der Konferenz aber weiter an einer Durchdringung arbeiten. Denn ohne das Thema sexuelle Diskriminierung entschlossen und gemeinsam anzugehen, aufzuklären und dem entgegenzuwirken, wird es keine Gleichstellung der Geschlechter geben.“ Iklime Düx, Gleichstellungsbeauftragte der FH Münster, die gleichzeitig auch Sprecherin einer Kommission innerhalb der LaKof ist, ergänzt: „Um die Studierenden und Beschäftigten letztlich vor Übergriffen besser schützen zu können, ist es wichtig, neben den bereits vorhandenen Strukturen weitere Richtlinien und Rahmenbedingungen sowie Schutz- und Awarenesskonzepte an den Hochschulen zu schaffen.“ Genau deshalb sei der Austausch von Erfahrungen und Wissen zu Gleichstellungsthemen zentral bei der Herbstkonferenz. „Für die Prävention und Bekämpfung sexualisierter Gewalt an den Hochschulen bedeutet der Zusammenschluss, den Fokus gezielt auf diese Thematik zu richten und damit Inhalte verstärkt in die Hochschulöffentlichkeiten zu tragen und Lösungen zu erarbeiten“, sagt Prof. Irene Hohenbüchler, Gleichstellungsbeauftragte der Kunstakademie Münster.

Ergänzend zum Austausch beschäftigen sich die Gleichstellungsbeauftragten auch thematisch spezifischer mit sexualisierter Gewalt: Bettina Pfleiderer, Professorin an der Medizinischen Fakultät und Koordinatorin des europaweiten Forschungsprojektes VIPROM gegen häusliche Gewalt, stellt in einem Vortrag Möglichkeiten des Opferschutzes in der Medizin vor. Und auch die Rechtsgrundlagen für Gleichstellungsbeauftragte im Umgang mit sexualisierter Gewalt werden durch einen Impulsvortrag der Kölner Rechtsanwältin Martina Lörsch geklärt.

Hinweis: Medienvertreter sind eingeladen, am öffentlichen Teil der Herbsttagung der LaKof teilzunehmen. Am 26.10., ab 09:30 Uhr, stehen im Stadthotel in Münster alle vier Gleichstellungsbeauftragten als Ansprechpartnerinnen für weitere Fragen zur Verfügung. Das Programm und weitere Informationen unter https://lakofnrw.de/herbsttagung-der-lakof/

Kontakt

Universitätsklinikum Münster UKM

Domagkstr. 5
48149 Münster
Deutschland

+49 251 83 0
+49 251 83 569 60

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