10.03.2020
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Laura und Katharina: Doppel-Patenschaft für Bohrkopf

  • Taufe des Bohrkopfes: Laura Stöber, Katharina Senge sind die Patinnen für den Bohrkopf. Foto: umg/spförtnerTaufe des Bohrkopfes: Laura Stöber, Katharina Senge sind die Patinnen für den Bohrkopf. Foto: umg/spförtner

Bohrkopf der Rohrvortriebsmaschine für den neuen Schmutzwasserkanal der Universitätsmedizin Göttingen getauft.

Die Arbeiten auf dem Baufeld zur Vorbereitung für den Neubau des Bettenhauses und des Zentral-OPs der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) gehen weiter: Am Montag, dem 9. März, starteten die Vorbereitungen für die Tunnelingarbeiten für einen unterirdischen Kanal auf dem Baufeld mit der traditionellen Taufe des Bohrkopfes. In Erinnerung an die Schutzpatronin der Bergleute, die Heilige Barbara, suchen die Ingenieure für ihre Bohrköpfe traditionell Patinnen, die den Bohrkopf taufen. Da der Bohrkopf für den Schmutzwasserkanal gleich zweimal zum Einsatz kommt, haben am Montag, dem 9. März, zwei Mitarbeiterinnen der UMG den Bohrkopf als Patinnen getauft. Laura Stöber, Studentin im dualen Studium Business Administration, und Katharina Senge, auszubildende Bauzeichnerin an der UMG, sind die Namensgeberinnen für den Bohrkopf.

Nach der Begrüßung durch Dipl.-Ing. Nicola Bertrand, Leitung des Neubauteams Klinikum an der UMG, sagte Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandes der UMG, in seinem Grußwort: „Heute ist ein guter Tag. Die Taufe der Bohrköpfe zeigt uns allen: Die UMG bleibt auf Kurs. Die Vorbereitungen für den Neubau des Bettenhauses mit Zentral-OP gehen unvermindert voran. Während in der Oberwelt noch geplant und diskutiert wird, geht es in der Unterwelt voran. Wir sind sehr zuversichtlich, dass hier in wenigen Jahren der Neubau stehen wird und trotz aller Widrigkeiten die Bauplanungen vorangehen werden. Seitens der UMG werden wir weiterhin alles für das Gelingen tun und freuen uns auch, dass wir hier aus der Region und von den Politikern aller Fraktionen in den letzten Tagen so breite und deutliche Unterstützung für das Vorhaben erfahren haben. Und damit deutlich wird, dass wir voll auf Zukunft setzen, freue ich mich, dass diese Taufe heute zwei junge Auszubildende vornehmen! Sie stehen für die Perspektive nach vorne, die Energie und Neugier auf Zukunft. Danken möchte ich auch dem Land Niedersachsen, das uns für diesen Kanal als wichtige infrastrukturelle Voraussetzung rund 4 Mio. € zur Verfügung gestellt hat.“

Gleich mit dem ersten Schwung der beiden Taufpatinnen platzte die Sektflasche für die Taufe an dem Bohrkopf: „Wir Taufpatinnen wünschen einen reibungslosen Vortrieb!“, sagten Laura Stöber und Katharina Senge.

Abwasserkanal: Microtunneling-Verfahren

Über den Kanal soll künftig das Schmutzwasser vom Gelände der UMG abgeleitet werden.

Damit kann die Schmutzwasser-Entsorgung vom Pumpenbetrieb auf eine Freispiegelentwässerung umgestellt werden. Der neue Schmutzwasserkanal entsteht im Microtunneling-Verfahren. „Gebohrt“ wird in zwei Abschnitten. Bereits fertiggestellt sind die dafür notwendigen Start- und Zielgruben. Die Rohrvortriebsmaschine sowie das gesamte Maschinenequipment stehen bereit.

Für die Microtunneling-Arbeiten wird schweres Gerät benötigt. Eingesetzt werden eine Rohrvortriebsmaschine und ein 17 Tonnen schwerer und im Durchmesser 1,74 Meter breiter Bohrkopf. Der neue Kanal wird in zwei Abschnitten „gebohrt“. Der erste Abschnitt ist 40 Meter lang, er führt von der Doppel-Startgrube auf dem Baufeld in Richtung Studentenwohnheim an der Robert-Koch-Straße. In der Zielgrube dort verbindet sich der Kanalabschnitt mit dem bereits vorhandenen Kanalsystem der Stadt. Der zweite Abschnitt ist 145 Meter lang und führt von der Startgrube zur Zielgrube am früheren Pumpwerk der UMG.

Mit dem Microtunneling-Verfahren werden jeden Tag etwa 8 Meter in 11 Meter Tiefe überwunden. Dafür wird der Bohrkopf von der Startgrube aus mittels Hydraulikzylindern unterirdisch vorgepresst. Der Tunnel entsteht durch Herablassen und Nachschieben von Vortriebsrohren mit einem Innendurchmesser von 1,40 Metern.

Der Schmutzwasserkanal für die UMG

Über eine Strecke von 185 Metern verbindet der neue Schmutzwasserkanal das Pumpwerk vor dem Bettenhaus 1 der Universitätsmedizin Göttingen mit einem schon vorhandenen Schmutzwasseranschluss in der Zufahrt Robert-Koch-Str. 34/38. Der Kanal wird in zwei Abschnitten mit einem Durchmesser des Vortriebsrohres (Hüllrohr) von 1,74 Meter gepresst. In dieses Hüllrohr wird ein Medienrohr mit einem Außendurchmesser von 0,45 Meter eingezogen, in dem später das Schmutzwasser geleitet und per Freispiegelgefälle der städtischen Kanalisation zugeführt wird.

 

 

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