26.08.2019
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„Leben bis zuletzt“: Palliativstation am Klinikum Itzehoe eingeweiht

  • Vor der neuen Palliativstation (v.l.): Verbandsvorsteher Dr. R. Wenzlaff, stellvertretende Pflegedirektorin N. Syben, Gesundheitsminister Dr. H. Garg, Krankenhausdirektor B. Ziegler, leitende Ärztin A. Hallbauer und Chefarzt Dr. B. SgriesVor der neuen Palliativstation (v.l.): Verbandsvorsteher Dr. R. Wenzlaff, stellvertretende Pflegedirektorin N. Syben, Gesundheitsminister Dr. H. Garg, Krankenhausdirektor B. Ziegler, leitende Ärztin A. Hallbauer und Chefarzt Dr. B. Sgries
  • Vor der neuen Palliativstation (v.l.): Verbandsvorsteher Dr. R. Wenzlaff, stellvertretende Pflegedirektorin N. Syben, Gesundheitsminister Dr. H. Garg, Krankenhausdirektor B. Ziegler, leitende Ärztin A. Hallbauer und Chefarzt Dr. B. Sgries
  • Besichtigen die Station (v.l.): Chefarzt Dr. B. Sgries, stellvertretende Pflegedirektorin N. Syben, Verbandsvorsteher Dr. R. Wenzlaff, Gesundheitsminister Dr. H. Garg, Krankenhausdirektor B. Ziegler und A. Hallbauer, leitende Ärztin der Station

In Betrieb ist sie seit 1. August, am Freitag, den 23. August wurde die neue Palliativstation am Klinikum Itzehoe offiziell mit Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg eingeweiht.

Baubeginn war im Mai 2018. Es stehen zwölf Patientenzimmer zur Verfügung für Menschen mit weit fortgeschrittenen und fortschreitenden Erkrankungen, für die keine Heilung mehr möglich ist. Für den Neubau, der im rückwärtigen Krankenhausgelände mit Blick ins Grüne liegt, wurden 3,5 Millionen Euro investiert, 2,8 Millionen Euro davon stammen aus Fördermitteln des Landes.

Dieses Geld habe das Land gerne gegeben, denn die neue Station strahle weit über Itzehoe hinaus, sagte Garg. „Sie ist ein wichtiger Beitrag für eine gute und menschenwürdige Versorgung in Schleswig-Holstein.“ Menschen mit einer fortgeschrittenen Erkrankung bräuchten eine besondere menschliche und medizinische Unterstützung. „Sie müssen sich vor allem in ihrer Umgebung wohlfühlen.“ Dazu tragen die lichtdurchfluteten Räume bei, die außergewöhnliche Bedingungen bieten. So verfügt jedes Zimmer über einen Zugang nach draußen, so dass auch der Besuch von Haustieren möglich ist.

Angehörige können über Nacht bleiben, es gibt ein Wohnzimmer und eine Küche, ein spezielles Farbkonzept trägt zum Wohlbefinden bei. Doch so schön die Räume auch seien – „genauso wichtig sind die Menschen, die sich um die Patienten kümmern“, meinte Garg. Dabei gehe es nicht nur um die Linderung körperlicher Schmerzen, sondern auch darum, sich um ihr psychisches und soziales Wohlbefinden zu kümmern. „Genau dieser umfassende Ansatz wird hier in Itzehoe vorbildlich verfolgt“, lobte der Minister und dankte „allen, die in den neuen Räumen tagtäglich wertvolle Arbeit für die Patientinnen und Patienten leisten werden“.

Es sei ein großer Schritt für die Klinik und die Patienten, dass sie nun ein speziell auf ihre Bedürfnisse angepasstes Umfeld vorfinden, unterstrich Dr. Bernd Sgries, Chefarzt der Klinik für Geriatrie und Palliativmedizin. Eigentlich sei Palliativmedizin eine der ursprünglichsten Aufgaben der Medizin – doch nicht zuletzt durch die rasanten Fortschritte in der Medizin habe sie lange nicht mehr im Mittelpunkt ärztlichen Denkens oder gar wirtschaftlicher Überlegungen gestanden.

„Die Station ist wichtig für unser Haus“, sagte Verbandsvorsteher Dr.

Reinhold Wenzlaff. Dass es im Klinikum Itzehoe bislang keine separate Station für Palliativpatienten gegeben habe, sei nicht nur für die Patienten und ihre Angehörigen unbefriedigend gewesen, sondern auch für die Mitarbeiter. Nur durch deren engagiertes Mitwirken konnte etwas verwirklicht werden, „was offenkundig sehr gut ist und schlagartig angenommen wurde“, betonte auch Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler. Dabei werde auch auf eine gute Zusammenarbeit mit anderen Akteuren in der Region gesetzt, „um eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen“.

Die Station sei an vielen Stellen noch nicht fertig, sagte Anke Hallbauer, leitende Ärztin der Palliativstation. „Wir sind gerade dabei, sie mit Leben zu füllen.“ Denn obwohl die Patienten, die dort liegen, den Tod schon vor Augen haben, gehe es genau darum – um das Leben. „Dazu gehört Essen und Trinken, Lachen und Weinen, sich Ziele zu setzen“, zählte Hallbauer auf. Es gehöre dazu, Zorn, Wut, Trauer und Angst zuzulassen, aber auch Liebe und Hoffnung zu finden. Deshalb sei es für die Mitarbeiter, die für ihre Tätigkeit speziell qualifiziert sind, wichtig, „mit den Menschen in Kontakt zu bleiben, ihnen Sicherheit und Mut zu geben in einer Situation, in der sie unsicher sind.“ Man wolle den Patienten das ermöglichen, „was wir letztlich alle wollen: Leben bis zuletzt.“

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Klinikum Itzehoe
Robert-Koch-Straße 2
25524 Itzehoe
Deutschland
Telefon: +49 4821 772 0
Telefax: +49 4821 772 3999

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