Medica-Kongress: Top-Medizin kompakt vermittelt

  • Prof. Dr. Werner A. Scherbaum, Medica-Präsident, DüsseldorfProf. Dr. Werner A. Scherbaum, Medica-Präsident, Düsseldorf

Die Medica Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Medizin hat im diesjährigen Kongressprogramm die großen Trends in der Medizin und die daraus resultierenden Konsequenzen für die ärztlichen Entscheidungsträger in Klinik und Praxis in den Mittelpunkt gerückt.

Dabei schlagen wir bewusst die Brücke zwischen drängenden Problemen der Basisversorgung und Lösungen aus der Hightech-Medizin.

Im Auftaktseminar „Vom Weltraum zum Menschen - translationale Medizin aktuell" geht es darum, wie Erkenntnisse aus der Weltraumforschung den gezielten Knochen- und Muskelaufbau nach krankheitsbedingter Immobilisation revolutioniert haben. Gern werfen wir auch mal einen Blick in die Zukunft, z. B. mit der Stammzelltherapie gegen Inkontinenz oder der Entwicklung von künstlichen Gefäßen im Seminar „Neue Therapien für Gewebe- und Organersatz" am Donnerstagvormittag. Schon in der Gegenwart angekommen sind aktive medizinische Implantate, z. B. als Insulinpumpe, Hörprothese, Neuroprothese oder zum Einsatz am Herzen, wie unser Medica e. V.-Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Schipper in seinem Seminar am Mittwochnachmittag zeigen wird.

Besonders hinweisen möchten wir auf eine Veranstaltung am Mittwochmittag, in der wir eine aktuelle Umfrage des Hartmannbundes unter mehr als 20.000 Medizinstudenten zur Zukunft des Arztberufs vorstellen. Das Ergebnis sollte Gesellschaft und Politik aufrütteln. In weiteren Frühstücks- und Mittagssymposien beleuchten wir selbstkritisch Irrtümer und Fehler in der Medizin, ziehen die Bilanz aus der EHEC-Katastrophe vom letzten Jahr oder rücken aktuelle Kontroversen in den Blick.

Das breit gefächerte Seminarprogramm thematisiert wichtige klinische Alltagsprobleme wie Hypertonie, Diabetes mellitus, Depression oder Demenz. Aktuelle Kontroversen kommen ebenso zur Sprache wie innovative Behandlungsformen oder neue Leitlinien. In den Kursen können praktische Fertigkeiten, etwa in der Sonografie, der Notfallmedizin oder der Mikroskopie, an hochmodernen Geräten unter Anleitung erfahrener Experten erworben und vertieft werden.

Da inzwischen rund die Hälfte der Medica-Besucher aus dem Ausland kommt, bieten wir für das nicht-deutschsprachige Publikum spezielle Seminare in englischer Sprache an, die einen starken Bezug zur Medizintechnik haben.

Diese Seminare wurden in enger Kooperation mit den Industrieverbänden ZVEI und SPECTARIS entwickelt und finden im Rahmen des Medica Tech Forum in der Messehalle 12 statt.

Den Auftakt macht am Mittwoch das Thema „Sustainable Procurement Strategies" unter Federführung von Prof. Dr. Hans Schweisfurth, Ärztlicher Direktor am Saudi German Hospital in Dubai, der die unterschiedlichen Beschaffungsstrategien in westlichen Krankenhäusern und Kliniken im mittleren Osten in den Blick nimmt.

Am Donnerstag geht es um „Clinical Effectiveness and Patient Outcome: People, Processes and Technologies" - um den Spagat zwischen steigendem medizinischen Bedarf und begrenzten Ressourcen. Seminarleiter ist der Direktor des Zen­trums für Krankenhausmanagement in Münster, Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff.

Der Freitag steht ganz im Zeichen der Krankenhaushygiene. „Multiresistant Pathogens: Challenges and Solutions for Clinical Microbiology, Hospital Hygiene and Patient Care" heißt das Seminar, das von Prof. Dr. Klaus Pfeffer, Direktor der Abteilung für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der Universität Düsseldorf, gestaltet wird.

Am Samstag informiert das Europäische Patentamt unter Leitung der Direktorin für Medical Technology Ir. Thérèse Schölvinck über alles, was Erfinder zum Thema Patentanmeldung und Wissensmanagement beachten müssen.

Neben Veranstaltungen für ärztliches Publikum bietet der Medica-Kongress auch wieder Fortbildungen für weitere medizinische Berufsgruppen wie medizinisch-technische Assistenten/Assistentinnen, Arzthelferinnen und Pflegeberufe. Unser Pflege-Forum in Kooperation mit dem Deutschen Pflegeverband beleuchtet am Samstag das Thema „Auf die Sprache kommt es an".

Es freut uns ganz besonders, dass wir in diesem Jahr die 11. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Computer- und Roboterassistierte Chirurgie (CURAC) e. V. unter dem Dach des MEDICA-Kongresses begrüßen dürfen. Kongresspräsident ist Prof. Dr. Arya Nabavi, Neurochirurg am Universitätsklinikum Kiel, der ein spannendes Programm für Operateure, Ingenieure und IT-Spezialisten in diesem hoch innovativen, technologiegetriebenen Feld zusammengestellt hat.

 

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