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Neue Stabsstelle für Nachhaltigkeit und Klimaschutz

31.08.2022 - Das Universitätsklinikum Heidelberg richtet eine Stabsstelle für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein.

Dieser Erfolg kam durch das mehrjährige Engagement des Netzwerkes für Nachhaltigkeit sowie durch die Teilnahme an Klimaschutzprojekten zustande. Seit März 2021 bei KLIK green, brachte sich die Einrichtung auch im Vorfeld für Klimaschutz ein. Dr. Ulrike Kutscha, Leiterin des Projektmanagementboards am Zentrum für Informations- und Medizintechnik, erfüllte im Projekt KLIK green die Aufgabe der Klimamanagerin und berichtet, wie die Beteiligung an Klimaschutznetzwerken als entscheidender Hebel für eine Verstetigung von Klimaschutz wirkte.

M&K: Herzlichen Glückwunsch zur baldigen Einrichtung einer Stabsstelle für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Wie kam es dazu?

Dr. Ulrike Kutscha: Vielen Dank. Verschiedene Faktoren waren dafür ausschlaggebend. Zunächst einmal existiert im UKHD schon seit 2012 eine Arbeitsgruppe zum Thema Klimawandel und Ernährung, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen dem Klimawandel und der menschlichen Gesundheit beschäftigt. Dort wird u.a. das Projekt „KliOL“ mit dem Schwerpunkt nachhaltige Lieferketten durchgeführt. Neben diesem Projekt und dem klinikeigenen „Netzwerk Nachhaltigkeit“ ist KLIK green die dritte Säule, die maßgeblich unsere Aktivitäten zur Entscheidung für die Stabsstelle geprägt hat.

Was genau verbirgt sich hinter dem Projekt KliOL?

Kutscha: Das Projekt „Klimaschutz in Kliniken durch Optimierung der Lieferketten“ – kurz KliOL - möchte am Beispiel des UKHD einen Treibhausgas-Rechner für Krankenhäuser mit speziellem Fokus auf Treibhausgasemissionen aus Lieferketten erstellen. Parallel dazu werden beispielhafte Klimaschutzmaßnahmen am UKHD implementiert und im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Treibhausgasbilanz, auf finanzielle Aspekte und auf mögliche gesundheitliche Effekte evaluiert.

Welchen zusätzlichen Mehrwert brachte KLIK green, dessen Schwerpunkt die Senkung von Treibhausgasemissionen durch gezielte Maßnahmen war?

Kutscha: Seit wir neben KliOL auch an KLIK green teilnahmen, konnten wir uns - super unterstützt durch das KLIK green Projektteam - mit anderen Kliniken themenbezogen vernetzen und unkompliziert austauschen. KLIK green verschaffte uns die passenden Netzwerke, um unsere bisherigen Maßnahmen weiterentwickeln und neue Ideen einbringen zu können. Zudem bekam unser Engagement für Klimaschutz z.B. durch die Entwicklung eines Umsetzungsplanes für unser Haus noch mehr Struktur und Zielorientierung. Unseren Vorstand holten wir durch gelungene Praxisbeispiele aus anderen Häusern mit ins Boot. Hierzu gehört auch der Wunsch, am UKHD ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem (EMAS) einzuführen und unsere Nachhaltigkeitsbestrebungen verstetigen zu wollen.

Wie wurde dann intern aus vielen Engagierten, Ideen und zwei Klimaschutzprojekten eine Stabsstelle?

Kutscha: Es war auf jeden Fall keine reine Bewegung von „unten“. Unser Vorstand wurde natürlich mit einbezogen. Letztlich war er dem Thema und unserem interdisziplinären Ansatz gegenüber sehr aufgeschlossen. Auch da war KLIK green eine zentrale Säule. Unsere kaufmännische Direktorin kannte den Ansatz bereits, da sie zuvor am Dresdner Universitätsklinikum tätig war und sich dieses Klinikum wiederum am Vorgängerprojekt von KLIK green beteiligt hatte.

Wie werden Sie im Bereich Klimaschutz involviert bleiben, wenn der Förderzeitraum von KLIK green endet?

Kutscha: Nach dem 30. April bleibe ich weiterhin Klimamanagerin des Zentrums für Informations- und Medizintechnik. Ich kann dann aber gezielter der Stabsstelle Nachhaltigkeit und Klimaschutz zuarbeiten und einiges von meinen jetzigen Themen dorthin übergeben. Meine Hauptaufgabe ist der Aufbau von Strukturen für die Digitalisierung, die mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) richtig Fahrt aufnimmt. Ich bin gespannt, wie wir Synergieeffekte durch die neu entstehenden Strukturen zur Digitalisierung für die Nachhaltigkeit erzielen können. Da habe ich schon einige Ideen.

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