Aus den Kliniken

Neuer Lehrstuhl in Duisburg-Essen

20.07.2016 -

Prof. Dr. Richard Dodel folgt dem Ruf für das Fach Geriatrie.

Als erster Neurologe hat Prof. Dr. Richard Dodel den Ruf der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen für das Fach Geriatrie erhalten. „Forschung und Lehre in der geriatrischen Medizin besitzen nicht zuletzt mit Blick auf die demografische Entwicklung einen hohen Stellenwert. Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Prof. Dodel einen erstklassigen Wissenschaftler gewinnen konnten“, so Prof. Dr. Jan Buer, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.

Der neue Lehrstuhl ermögliche die Konzentration von Forschung, Lehre und Krankenversorgung in einem geriatrischen Zentrum. Seine Tätigkeit als Chefarzt wird Dodel als Neurologe in einer Doppelspitze mit Priv.-Doz. Dr. Ulrich Thiem, Internist und Geriater, im Geriatrie-Zentrum Haus Berge in Essen aufnehmen.

Doppelspitze: Ein Chefarzt Neurologe, ein Chefarzt Internist

Mit dem nun eingeschlagenen neurologisch-internistischen Weg verfolgt das Geriatrie-Zentrum Haus Berge eine neue Idee: Beide Mediziner werden das geriatrische Leistungsangebot gemeinschaftlich verantworten und medizinisch-inhaltlich weiterentwickeln. So ist Dodel ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Neurodegeneration und speziell der Alzheimer-Demenz. Den internistischen Bereich verantwortet Thiem, der sich vor allem mit den Aspekten der medikamentösen Therapie bei Multimorbidität und der Mobilitätsstörung im Alter beschäftigt.

Das Ziel: sektorenübergreifende Versorgungskonzepte entwickeln

Alle Kooperationspartner sind davon überzeugt, durch die Integration von geriatrischer Versorgung, Lehre und Forschung innovative, interdisziplinäre, multiprofessionelle und sektorenübergreifende Versorgungskonzepte entwickeln und erproben zu können. „Meine Spezialgebiete sind die Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen, wie Parkinson oder Alzheimer-Demenz, sowie die Nachbehandlung bei Schlaganfall und von anderen neurogeriatrischen Erkrankungen“, so Prof. Dodel. Er freue sich darauf, Studenten und Assistenzärzte in Geriatrie auszubilden. „Essen und Haus Berge werden ein Motor für die Demenz-Forschung sowie für die Ausbildung junger Studenten und Ärzte im Bereich Geriatrie“, ist der Universitäts-Professor überzeugt.

„Wir möchten mit den Erfahrungen und Erkenntnissen, die wir in Essen sammeln, die Forschung und die Medizin für Menschen im Alter bundesweit voranbringen und bereichern“, betont Priv.-Doz. Thiem. Das neurologisch-internistische Konzept sei in dieser Art einmalig. „Das Angebot der Geriatrie und insbesondere unseres Zentrum wird es sein, nicht nur Diagnosen zu stellen, sondern nach den Alltagskompetenzen unserer Patienten zu schauen. Welche Fähigkeiten sind vorhanden, welche benötigt der alte Mensch, um seinen Alltag zu bewältigen, wo müssen wir ihn stärken, welche Medikamente müssen mit dem Wissen darum verschrieben werden, und auf welche sollten wir besser verzichten.“  
 

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e. V.

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