Oskar-Lapp-Forschungspreis an Herzforscher des MDC

  • Stefan Donath, Kardiologe und Herzforscher vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)Stefan Donath, Kardiologe und Herzforscher vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)

Oskar-Lapp-Forschungspreis an Herzforscher des MDC. Für seine Arbeiten über Herzinsuffizienz ist der Kardiologe und Herzforscher Dr. Stefan Donath vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch mit dem Oskar-Lapp-Forschungspreis ausgezeichnet worden.
Der mit mehr als 10.240 € dotierte Preis wurde im Rahmen der 72. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie-, Herz- und Kreislaufforschung am 20. April 2006 in Mannheim überreicht.
Dr. Donath hatte kürzlich zeigen können, dass der Mangel eines bestimmten Proteins im kranken Herzmuskel, in der Fachsprache kurz ARC genannt, das Entstehen einer Herzinsuffizienz begünstigt.
Dr. Donath, der auch im Kompetenznetz Herzinsuffizienz des Bundesforschungsministeriums eingebunden ist, hatte kürzlich nachgewiesen, dass nach einem Herzinfarkt oder einer plötzlich auftretenden Ischämie das kranke Herz weiter geschädigt wird, weil die Herzmuskelzellen Apoptose begehen.
Das heißt, die Leistungsfähigkeit des Herzens ist oft dauerhaft eingeschränkt, weil ein Teil der Herzmuskelzellen zugrunde geht.
Gleichzeitig hatte er gezeigt, dass das körpereigene Protein ARC (Apoptose Repressor mit Caspasen-Rekrutierungsdomäne) gesunde Herzzellen vor Apoptose schützt.
Der Forscher hofft, dass es langfristig gelingen wird, auf diesen Erkenntnissen aufbauend eine neue und wirksamere Therapie zu entwickeln.
Die Herzinsuffizienz ist weltweit eine der Haupttodesursachen bei Menschen über 65. Allein 2004 starben in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes knapp 50.000 Menschen an Herzschwäche.
Der Preis ist benannt nach dem aus Thüringen stammenden Techniker und Unternehmer Oskar Lapp (1921–1987), der an einer Herzerkrankung starb.

Kontakt:
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
Berlin-Buch
D-Berlin
Tel.: 030/9406-3896
Fax: 030/9494-161
presse@mdc-berlin.de
www.mdc-berlin.de

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