26.10.2018
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Pius-Hospital Oldenburg erhält zertifiziertes Magenkrebszentrum

Alle weiteren Krebszentren des Hauses erfolgreich durch die Deutsche Krebsgesellschaft rezertifiziert

Bislang gab es in Niedersachsen nur zwei Magenkrebszentren mit einer Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG). Das von Oldenburg nächstgelegene befindet sich im 82 km entfernten Rotenburg (Wümme). Nun erhält das Pius-Hospital das Zertifikat der DKG für eine hochqualitative Krebsbehandlung und ergänzt damit das onkologische Behandlungsspektrum in der Nordwest-Region. Außerdem durchliefen die sechs bereits bestehenden Krebszentren des katholischen Krankenhauses eine erfolgreiche Rezertifizierung.

„Wir freuen uns, dass die Behandlung von Patienten mit Magenkrebs nun den hohen Anforderungen der deutschen Krebsgesellschaft entspricht“, so Priv.-Doz. Dr. Dirk Weyhe, Direktor der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie im Pius-Hospital, der das neue Magenkrebszentrum leitet. „Gerade bei dieser Krebsart, die aufgrund recht unspezifischer Symptome oft sehr spät diagnostiziert wird, ist es empfehlenswert, sich in eine spezialisierte Einrichtung zu begeben.“ Um die Heilungsaussichten bei Krebs zu verbessern, gibt es in Deutschland die sogenannten Organkrebszentren und Onkologische Zentren. Hierbei werden Netzwerke aus stationären und ambulanten Einrichtungen gebildet, in denen alle an der Behandlung eines Krebspatienten beteiligten Fachrichtungen eng zusammenarbeiten und sich einer strengen Qualitätskontrolle nach einheitlichen Maßstäben unterziehen. Neben dem erstzertifizierten Magenkrebszentrum erfüllten auch die am Pius-Hospital schon existierenden Krebszentren für Lungenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs und gynäkologische Krebserkrankungen sowie das Onkologische Zentrum mit den Schwerpunkten Lymphom, Leukämie und Myelom die strengen Kriterien der Prüfer und tragen weiterhin das Qualitätssiegel der DKG. Mit der Ergänzung des Magenkrebszentrums ist das Pius-Hospital nun das zweite Krankenhaus in Niedersachsen, welches gleichzeitig über die drei viszeralonkologischen Module Magen, Darm und Pankreas verfügt. Insbesondere lobten die Auditoren die hohe Motivation des gesamten interdisziplinären Teams, die enge strukturelle Verzahnung mit externen Behandlungspartnern, die große Zahl von Studien im Onkologischen Zentrum, die hohe Behandlungsqualität in den Organkrebszentren sowie die hohen Behandlungszahlen, welche sich positiv auf die Erfahrung der Behandelnden auswirkt.

Die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft ist neben weiteren Zertifikaten anderer Einrichtungen – zum Beispiel der entsprechenden Fachgesellschaften – ein gutes Indiz für die Beurteilung der vorhandenen Expertise.

Hier können sich die Patienten sicher sein, dass die Behandlung nach den aktuellen Leitlinien erfolgt und diese von der Diagnose bis zur Nachsorge von Spezialisten mit entsprechender Qualifikation in den Bereichen wie Chirurgie, Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie und Onkologie sowie den Experten der Pflege Hand in Hand geplant und umgesetzt wird. Ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Krebszentren sind die wöchentlich durchgeführten Tumorkonferenzen, in denen ein multidisziplinäres Ärzteteam für jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept erstellt. Hier können auf Wunsch auch niedergelassene (Fach-)Ärzte und Mediziner aus anderen Krankenhäusern teilnehmen, um die Behandlung ihrer Patienten noch enger zu begleiten. Neben der medizinischen Versorgung erhalten die Patienten in zertifizierten Krebszentren auch weitere Unterstützungsangebote, zum Beispiel durch Psychoonkologen und Selbsthilfegruppen. Ergänzend zu der regelmäßigen, strengen Überprüfung der Behandlungsqualität durch die Deutsche Krebsgesellschaft setzt das Pius-Hospital außerdem seit vielen Jahren auf eine eigene Ergebniskontrolle.

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