13.06.2016
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Prof. Dr. Christiane Bruns folgt dem Ruf an die Uniklinik Köln

  • Prof. Dr. Christiane Bruns ist seit Anfang Juni neue Lehrstuhlinhaberin und Direktorin der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln. Prof. Dr. Christiane Bruns ist seit Anfang Juni neue Lehrstuhlinhaberin und Direktorin der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln.

Prof. Dr. Christiane Bruns ist seit Anfang Juni neue Lehrstuhlinhaberin und Direktorin der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln. Sie tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Arnulf Hölscher an, der die Klinik 20 Jahre geleitet hat und Ende April emeritiert wurde. Zu den wichtigsten Schwerpunkten der 51-Jährigen gehört vor allem die onkologische Chirurgie an den Verdauungsorganen, die sie an der Uniklinik Köln zukünftig weiter ausbauen und dabei eng mit dem Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) zusammenarbeiten will.

Ein neuer Behandlungsschwerpunkt, den die mehrfach ausgezeichnete Medizinerin mit an die Uniklinik Köln bringt, ist die maßgeschneiderte klassisch-offene und minimal-invasive Chirurgie von gut- und bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, der Leber und der Gallenwege – auch in fortgeschrittenen und gestreuten Stadien, die andere Verdauungsorgane wie beispielsweise den Darm betreffen. Hinzu kommt als weiterer neuer Schwerpunkt die interdisziplinäre Therapie bei Krebserkrankungen der Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Nebennieren sowie bei seltenen Erkrankungen wie Weichteil- und neuroendokrine Tumore.

Krebserkrankungen an Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse und Leber sind auch Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit von Prof. Bruns, die insgesamt bereits mehr als 260 Publikationen veröffentlicht hat. Auf zell- und molekularbiologischer Ebene forscht sie zu Themen wie Gefäßneubildung im Tumor, Streuung und Therapieresistenz und entwickelt darauf basierend neue zielgerichtete, individualisierte Therapieansätze. Sie untersucht mit ihrer Arbeitsgruppe beispielsweise inwiefern sich aus Tumorstammzellen und ihren molekularen Markern bei verschiedenen Krebserkrankungen – insbesondere der Bauchspeicheldrüse und der Speiseröhre – eine mögliche zukünftige Streuung ableiten lässt. „Vielleicht kann man in Zukunft das molekulare Profil der Tumorstammzellen beim Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs als individuelle Angriffspunkt für zielgerichtete Therapien verwenden“, sagt Prof. Bruns.

Bei den Studierenden will Prof. Bruns unter anderem mit Lehrvisiten auf Station, Mentoring-Programmen mit Assistenz- und Fachärzten und einem PJ-Curriculum in der Chirurgie die Faszination für das chirurgische Fach wecken.

„Unser Ziel ist es, einerseits akademische Chirurginnen und Chirurgen mit Entscheidungsfähigkeit unter Stress, andererseits aber auch –das ist ganz besonders wichtig – empathische Ärzte im Fach Chirurgie für die Zukunft auszubilden” erklärt die Medizinerin.

Prof. Bruns studierte bis 1990 Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. 1992 begann sie an der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie in der Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Uniklinik Köln ihre Facharztausbildung für Chirurgie, die sie 2001 abschloss. Ihre Weiterbildung zur Viszeralchirurgin mit Stationen an der Uniklinik Köln und am Universitätsklinikum Regensburg beendete sie 2005 in der Chirurgischen Klinik und Poliklinik Großhadern des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Dort arbeitete sie ab 2003 als Oberärztin und wurde 2005 Leitende Oberärztin der onkologischen Chirurgie. 2010 übernahm sie die Leitung des Pankreaszentrum München und wurde 2011 zur Stellvertretenden Direktorin der Chirurgischen Klinik und Poliklinik an der LMU. Die Schwerpunktbezeichnung Thoraxchirurgin erhielt sie 2012 und wechselte 2013 als Direktorin an die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie des Universitätsklinikums Magdeburg.

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