Personalia

Prof. Dr. Jan T. Kielstein ist neuer Chefarzt der Nephrologie im Klinikum Braunschweig

07.07.2015 -

Die Medizinische Klinik V; Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen des Klinikums Braunschweig hat mit Prof. Dr. Jan T. Kielstein einen neuen Chefarzt. Der 46-Jährige ist Nachfolger von Prof. Dr. Horst Kierdorf, der das Klinikum Anfang des Jahres verlassen hatte, um Klinischer Direktor der Kliniken der Stadt Köln zu werden.

„Professor Kielstein wird die Arbeit der Klinik auf hohem Niveau fortführen und weiter entwickeln“, freute sich der Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums, Oberbürgermeister Ulrich Markurth. Zugleich dankte Klinikum-Geschäftsführer Helmut Schüttig dem Leitenden Oberarzt Dr. Reinhard Wanninger, der die Klinik seit Anfang des Jahres kommissarisch geführt hat.

„Wir sind stolz, Professor Kielstein als neuen Chefarzt aus einem hochkarätigen Bewerberfeld für unsere Klinik gewonnen zu haben", sagte der stellvertretende Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Dr. Wilfried Bautsch. Prof. Dr. Kielstein war zuletzt als Oberarzt des Zentrums für Innere Medizin und als Leitender Oberarzt der Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) tätig. Seit 2014 zeichnete der Mediziner dort zudem für die Restrukturierung der Akutdialyse verantwortlich. Im Zuge dieser Funktion oblag ihm u. a. die Koordination der Apherese-Behandlungen, die Vorbehandlung von Patienten zur ABO-inkompatiblen Nierentransplantation sowie die Überwachung der extrakorporalen Nierenersatzverfahren auf den Intensivstationen der MHH. Prof. Kielstein: „Meine klinische Forschungstätigkeit konzentrierte sich auf die Rolle extrakorporaler Therapieverfahren bei akuter Nierenschädigung, Vergiftungen und Sepsis sowie immunologischen Erkrankungen. Weiterhin führe ich pharmakokinetische Studien zur Antibiotikadosierung bei Intensivpatienten durch.“

1969 in Zwickau geboren, studierte Kielstein von 1988 bis 1995 Humanmedizin an der Otto von Guericke Universität in Magdeburg und an der Pritzker Medical School der Universität von Chicago. Beruflich etablierte sich Kielstein als Arzt seit 1996 in der Nephrologie der MHH, wo er im April 2007 auch Oberarzt wurde. 1999 erfolgte die Dissertation, 2007 die Habilitation.

Seit Anfang der 1990er Jahre studierte und forschte der Mediziner mehrfach an verschiedenen renommierten Universitäten in den USA. „An der Stanford University habe ich im dortigen Cardiovascular Research Center für zwei Jahre meine klinischen Untersuchungen zu kardiovaskulären Risikomarkern bei Hämodialyse- und Peritonealdialysepatienten experimentell vertieft“, erläuterte Kielstein weiter. Nun freue er sich darauf, am Klinikum Braunschweig die erfolgreiche Arbeit der Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen fortzuführen und um neue Facetten der klinischen Nephrologie zu erweitern.

Die Region Braunschweig ist Prof. Dr. Kielstein übrigens „beruflich und privat gut bekannt“. Nicht zuletzt auch weil der Wahl-Magdeburger das alte Braunschweiger Land als Pendler auf dem Weg nach Hannover regelmäßig durchquerte. Verheiratet ist der vierfache Vater mit einer Ärztin. Sie lehrt und forscht als Universitätsprofessorin für Anatomie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Das Leistungsspektrum der Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen des Klinikums Braunschweig umfasst das gesamte Gebiet der Inneren Medizin mit Versorgungsschwerpunkten in der Diagnostik und Therapie von Nieren- und Hochdruckkrankheiten. Sie verfügt über insgesamt 46 Betten auf vier Stationen. Ein Team von 15 Ärztinnen und Ärzten sowie mehr als 70 Pflegefachkräften kümmert sich gemeinsam mit Stationssekretärinnen, Physiotherapeutinnen und Diätassistentinnen um die Bedürfnisse und Wünsche sowohl der stationären Patienten als auch der Patienten der teilstationären Dialyse. Pro Jahr finden ca. 1.450 stationäre Behandlungen statt, zudem etwa 16.000 stationäre und teilstationäre Hämodialyse-Behandlungen sowie etwa 5.000 stationäre und teilstationäre Peritonealdialyse-Behandlungen. Die Klinik ist zertifiziert und seit November 2013 nach den Vorgaben der DGfN (Deutschen Gesellschaft für Nephrologie) als Nephrologische Schwerpunktklinik anerkannt.

Kontakt

Klinikum Braunschweig gGmbH

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38118 Braunschweig

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