Personalia

Prof. Dr. Michael Lentze als Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikum Bonn verabschiedet

07.12.2011 -

Prof. Dr. Michael Lentze wird nach 10-jähriger Amtszeit als Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikum Bonn in den Ruhestand verabschiedet.

Nach der Umwandlung des Bonner Universitätsklinikums in eine selbständige Anstalt des öffentlichen Rechts im Jahr 2001 übernahm Prof. Lentze als Ärztlicher Direktor den Vorsitz des damit neu geschaffenen Vorstands. Seitdem standen die Baukräne bei dem drittgrößten Bonner Arbeitgeber nicht still.

Unter anderem entstanden neue, für die Patienten komfortable Bettenhäuser, das Biomedizinische Zentrum und das interdisziplinäre Notfallzentrum. "An unserem Klinikum hat sich eine zukunftsorientierte Strategie etabliert", sagt Prof. Lentze. Zentraler Punkt sei, durch Ausbau und Modernisierung den Venusbergcampus als zentralen Standort zu stärken. So sollen alle Einrichtungen im Stadtgebiet - außer der Zahnklinik - langfristig auf dem Venusberg angesiedelt werden. So wird in Kürze die Medizinische Klinik III in einem modernen Neubau im Norden des Klinikgeländes ihr Domizil beziehen.

Die strategische Ausrichtung einer zukunftsorientierten Spitzenmedizin voranzutreiben, war für Prof. Lentze eine besondere Herausforderung. Er stärkte das Renommee des Universitätsklinikums Bonn nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Um gemeinsam Ziele erreichen zu können, schätzte er als Ärztlicher Direktor die gute Zusammenarbeit in allen Gremien. "Unser Universitätsklinikum steht auf wirtschaftlich gesunden Beinen. Wissenschaftlich haben wir es in NRW von Platz sechs fast ganz nach vorne gebracht. Es ist kein Zufall, dass das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) nach Bonn gekommen ist."

Kinderarzt mit Leib und Seele

Als Chef-Manager eines großen Unternehmens ist Prof. Lentze im Herzen immer Kinderarzt geblieben. So war er nebenbei klinisch tätig und leitete weiterhin die Allgemeine Uni-Pädiatrie. Dort hat er in rund 20 Jahren etwa 100 Kinderärzte ausgebildet. Jetzt gibt der Bonner Kinderarzt seine langjährigen Erfahrungen als Kinder-Gastroenterologe im Ausland weiter.

Dazu schlägt Prof. Lentze zusammen mit seiner Frau im nächsten Jahr erstmalig für etwa acht Monate das Domizil in Tiflis / Georgien auf. Dort will er an der Universitäts-Kinderklinik eine Abteilung für Gastroenterologie und Ernährung aufbauen. Das Engagement wird voraussichtlich drei bis fünf Jahre dauern. "Der Kaukasus ist traumhaft schön. Aber es ist auch ein sehr armes Land, das unsere Hilfe gut gebrauchen kann."

Zusätzlich bildet der 66-Jährige junge Mediziner in Südafrika aus. Kurz nachdem er sein Amt als Direktor der Allgemeinen Uni-Pädiatrie abgegeben hat, ist der nächste Einsatz in Kapstadt für März 2012 geplant. Anschließend wird er im April als Direktor vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) Dortmund verabschiedet.

 

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