Schlaganfall-Nachsorge am UKM: 270.000 Euro für Kooperationsprojekt

  • Auszeichnung des UKM-Projekts durch Ministerin Barbara Steffens an Dr. Martin Ritter (1. v.l.), Dr. Thomas Duning (3. v.l.), Prof. Lars Eckardt (4. v.l.) sowie von Medtronic (Hr. Bierbaum) und Apoplex Medical Technologies (Hr Hirtz) (Foto: UKM).Auszeichnung des UKM-Projekts durch Ministerin Barbara Steffens an Dr. Martin Ritter (1. v.l.), Dr. Thomas Duning (3. v.l.), Prof. Lars Eckardt (4. v.l.) sowie von Medtronic (Hr. Bierbaum) und Apoplex Medical Technologies (Hr Hirtz) (Foto: UKM).

Mit einem klinikübergreifenden Kooperationsprojekt zur Schlaganfall-Nachsorge wurde das Universitätsklinikum Münster (UKM) bei der Veranstaltung "Best Practice Gesundheit.NRW" in Düsseldorf ausgezeichnet.

Ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam aus Neurologen und Kardiologen will unerkanntes Vorhofflimmern bei Patienten mit ungeklärten Schlaganfällen erforschen. Vorhofflimmern ist eine sehr häufige Herzrhythmusstörung und eine der wichtigsten Schlaganfallursachen. Mithilfe neuartiger Untersuchungsverfahren bei Patienten mit ungeklärten Schlaganfällen möchte das Team langfristig die Rate weiterer möglicher Schlaganfälle reduzieren. Das Projekt wird nun mit 270.000 Euro aus Mitteln des Landeswettbewerbs „IuK & Gender Med.NRW" gefördert.

Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten Neurologie, Kardiologie und Rhythmologie des UKM eng zusammen: Während des Krankenhausaufenthaltes werden EKG-Signal- Aufzeichnungen der Patienten online verschickt und mit innovativen mathematischen Analysemethoden telemetrisch ausgewertet.

EKG-Monitor soll Vorhofflimmern entdecken

„Zusätzlich werden die Patienten, deren Schlaganfallursache nicht geklärt werden konnte, mit einem kleinen EKG-Monitor versorgt, der unter die Haut implantiert wird", so Oberarzt Dr. Martin Ritter, Leiter der Stroke-Unit am UKM. Die EKG-Daten dieses Micro-Geräts werden täglich ins UKM übertragen und von Experten der Rhythmologie unter der Leitung von Prof. Dr. Lars Eckardt ausgewertet.

„Es sollte möglich sein, mit diesen modernen Untersuchungsmethoden zusätzliche Patienten mit dem gefährlichen Vorhofflimmern zu finden und zu behandeln", so Priv.-Doz. Dr. Thomas Duning, Mitantragsteller der Neurologie. Das wäre eine entscheidende Verbesserung der Schlaganfall-Nachsorge und betrifft allein in Deutschland jeden vierten der jährlich fast 250.000 Schlaganfallopfer.

An dem Projekt beteiligt sind die Kliniken für Neurologie (Direktor Prof. Dr. Dr. E. Bernd Ringelstein, Dr. Martin Ritter, Priv.-Doz. Dr. Thomas Duning) und die Abteilung für Rhythmologie des Departments für Kardiologie und Angiologie (Prof. Dr. Lars Eckardt, Dr. Florian Reinke, Dr. Simon Kochhäuser).

Mit der Fördersumme werden die Durchführung und der aufwändige Methodenvergleich finanziert.

Für die technische Durchführung besteht zudem eine enge Kooperation mit der Firma Apoplex Medical Technologies GmbH in Pirmasens, Rheinland-Pfalz und der Fa. Medtronic GmbH in Meerbusch.

Die Förderurkunde wurde im Juli durch NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens an die Projektpartner in Düsseldorf überreicht.

 

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